SEM (Suchmaschinenmarketing)

SEM steht für Search Enginge Marketing, zu Deutsch Suchmaschinenmarketing. Hiermit wird das Werben für das eigene Unternehmen über Online-Suchmaschinen bezeichnet. SEM besteht vornehmlich aus zwei Teilen: der Suchmaschinenoptimierung von Websites (SEO: Search Engine Optimization) und der Suchmaschinenwerbung (SEA: Search Engine Advertising).

Suchmaschinenmarketing: SEO

Als Suchmaschinenoptimierung gilt es, Websites so zu konzipieren, dass sie Usern, die ein bestimmtes Keyword oder eine Reihe von Keywords in die Suchzeile einer Suchmaschine eingeben, möglichst weit oben in den Trefferlisten angezeigt werden. Dies ist für den Werbetreibenden wichtig, da potenzielle Kunden meist nur der ersten Seite der Suchergebnisse ihre Aufmerksamkeit widmen und auch dort der Reihenfolge nach, von oben nach unten, vorgehen. Die Suchalgorithmen, die von Suchmaschinen verwendet werden, um möglichst zur Suchanfrage passende Ergebnisse zu liefern, haben sich mit der Zeit verändert. Wenn früher beim SEO-Texten im Bezug auf Keywords noch "viel hilft viel" galt, so wird jetzt nicht mehr nur auf ein möglichst häufiges Vorkommen der Keywords im Text geachtet. Suchmaschinen untersuchen die Texte nun auch auf ihre Syntax und strafen ein hohes Vorkommen von Keywords ab. Dies soll dabei helfen, Usern mit den gezeigten Suchergebnissen einen echten Mehrwert zu bieten. Beim SEO-Texten muss inzwischen also darauf geachtet werden, eine angenehme Balance zwischen ausreichendem, aber nicht übertrieben häufigem Erwähnen der Keywords und einem informativen Rest des Textes zu erstellen.
Auch inhaltlich sollten Webtexte qualitativ optimiert werden (Content Marketing). So bieten sie Usern einen größeren Mehrwert als rein werbende Texte. Informative und sachlich korrekte Texte verleiten User dazu, länger auf der Website zu verweilen, sie öfter erneut zu besuchen und sie eventuell sogar auf eigenen Seiten zu verlinken oder zu zitieren und damit ihre Sichtbarkeit im Netz zu erhöhen. Hierbei helfen auch Likes und Shares in sozialen Netzwerken. Dieses Off-Page-Marketing, auf das Seitenbetreiber weniger direkten Einfluss haben, als auf ihren eigenen Seitenaufbau, kann aber auch aktiv betrieben werden. Es können zum Beispiel gegenseitige Verlinkungen mit anderen Seiten abgesprochen werden. Auch das Setzen von Links innerhalb der eigenen Website ("Interne Verlinkung") wird von Suchmaschinen ggfs. als positiver Faktor gewertet, wenn es maßvoll und dem Textkörper angemessen erscheint.
Letztendlich hat auch das Surfverhalten der User, nachdem die Suchergebnisse präsentiert wurden, einen Einfluss auf zukünftige Suchergebnislisten. Suchmaschinen tracken sowohl das Klickverhalten, also welche Links in der Ergebnisliste am häufigsten angeklickt werden, als auch die Dauer des Aufenthalts auf den aufgerufenen Seiten. Diese Informationen werden als User Signals bezeichnet. Aus ihnen können Suchmaschinenbetreiber ersehen, inwieweit die präsentierten Links auf Seiten führen, die für den User tatsächlich von Interesse sind. Seiten, die hier bessere Ergebnisse liefern, werden in zukünftigen Rankings höher eingestuft.

Suchmaschinenmarketing: SEA

Der zweite große Teil des Suchmaschinenmarketings bezeichnet die Platzierung von Anzeigen oder Werbebannern in Suchmaschinen. Für diesen Werbeplatz bezahlt der Werbetreibende die Inhaber der Suchmaschine. Sein Link erscheint dem User dann als Anzeige und sehr weit oben. Er liegt noch vor den "organischen" Suchergebnissen, ist optisch aber nicht sehr verschieden. Auch hier funktioniert das Erscheinen der Werbung über Keywords. Der Werbetreibende, der am meisten bezahlt und dessen Website zusätzlich dazu am ehesten zu den eingegebenen Suchbegriffen passt, erhält den vorteilhaftesten Platz. Außerdem werden bei der Suchmaschinenwerbung die von der Suchmaschine, beispielsweise Google, für den Nutzer über sein Surfverhalten gesammelten Daten angewendet, um möglichst zu seinem Profil passende Ergebnisse zu liefern. Ein Landschaftsgärtner, der ausschließlich nach Garten- und Parkmöbeln googelt, wird bei dem Keyword "Bank" vermutlich eine andere Trefferliste erhalten, als jemand, der schon eine Weile nach dem für ihn günstigsten Kreditinstitut sucht.