Reload-Sperre

Für die Reload-Sperre gibt es unterschiedliche Schreibweisen. Neben "Reloadsperre" taucht im Internet häufig die Schreibweise "Reload-Sperre" und "Reload Sperre" auf. Die unterschiedliche Schreibweise hat keine Auswirkungen auf die Bedeutung des Wortes. Die Reload-Sperre ist ein Instrument bei der Online-Werbung und im Affiliate-Marketing. Man versteht darunter die Zeit, die vergeht, bis ein unique Visitor wieder als solcher identifiziert wird und der Publisher nach einem Klick auf ein Werbemittel seine Vergütung erhält.

Reload-Sperre im Affiliate-Marketing

Die Reload-Sperre wird unter anderem im Affiliate-Marketing eingesetzt. Sogenannte Affiliate-Netzwerke, in denen Publisher und Advertiser angemeldet sind und dort Ihre Dienstleistungen anbieten können, nutzen ebenfalls Reload-Sperren, um die Werbetreibenden zu schützen. Dadurch verhindern die Affiliate-Netzwerke die unrechtmäßige Auszahlung von Provisionen.

Reload-Sperre bei Pay-per-Click (PPC)

Beim Pay-per-Click-Verfahren beziehungsweise bei PPC-Anbietern greift man ebenfalls auf Reload-Sperren zurück. Das System ist bei PPC besonders anfällig für Missbrauch, da ein Freund des Publishers auf das Werbemittel - beispielsweise einen Banner oder Textlink - klicken kann und dieser Klick normal vergütet wird. Der Nutzen für den Merchant tendiert in diesem Fall gegen null. Daher hat man die Reload-Sperren eingeführt. Der Merchant oder das Netzwerk setzen Reload-Sperren ein, damit die IP-Adresse des Besuchers beim nächsten Besuch innerhalb einer vordefinierten Zeit nicht mehr gezählt wird. Oft teilen entweder der Merchant oder das Netzwerk dem Publisher mit, wie viel Zeit vergehen muss, damit der Klick des gleichen Besuchers wieder gezählt wird und der Publisher seine Vergütung erhält. Der Publisher hat in aller Regel keinen Einfluss auf die Reload-Sperre.

Klickt ein Besucher mehrmals hintereinander auf das vom Merchant zur Verfügung gestellte Werbemittel, dann wird nur der erste Klick gewertet. PPC-Anbieter können dadurch verhältnismäßig einfach Klick-Missbrauch feststellen und den Publisher dadurch gegebenenfalls vom Programm ausschließen.

Schwächen der Reload-Sperre

Reload-Sperren lassen sich relativ einfach aushebeln. Da von den PPC-Anbietern oder Merchants die IP-Adressen der Besucher verglichen werden, funktioniert das System nicht mehr, sobald sich der Besucher von seinem Service Provider eine neue IP-Adresse zuweisen lässt. Bei einem zweiten Besuch mit neuer IP-Adresse bekäme der Publisher dennoch seine Provision.

Auf der anderen Seite entgehen dem Publisher Einnahmen, sobald sich zwei Besucher unabhängig voneinander im selben WLAN befinden und auf das Werbemitteln klicken. Auch feste IP-Adressen bei einem öffentlich zugänglichen Computer stellen ein Hindernis dar. Sobald der zweite Besucher auf das Werbemittel klickt, erfolgt keine Vergütung für diesen zweiten Klick.