Pop-under

Ein Pop-under ist eine Form eines Werbemittels. Solche Pop-under-Werbemittel werden eingesetzt, um Leser nach dem Schließen des Browsers auf den jeweiligen Werbeinhalt aufmerksam zu machen. Einsatz findet ein Pop-under auch im Affiliate-Marketing, wobei diese Art des Werbens oftmals nicht gestattet ist,da im Hintergrund ein Cookie gesetzt wird - ohne Wissen des Lesers.

Pop-under-Werbemittel werden über JavaScript-Techniken realisiert. Ähnlich gehen Werbende bei Pop-ups vor. Im Gegensatz zu Pop-unders erscheinen diese direkt im Browserfenster des Nutzern und wirken dadurch häufig störend.

Kritik an Pop-under

Da Pop-under oftmals ohne Wissen des Lesers oder Kunden geladen werden, steht das Werbemittel „Pop-under“ häufig in Kritik - vor allem beim Affiliate-Marketing. Durch das unwissentliche Öffnen des Pop-unders wird ein Cookie gesetzt, das bei einem möglichen Kauf dem Affiliate zugewiesen werden könnte. Viele Merchants(Händler) erlauben daher den Einsatz von Pop-under-Werbemitteln erst gar nicht und schließen Partner dadurch möglicherweise vom Partnerprogramm aus, sollten sie davon erfahren.

Pop-ups

Bei Pop-ups handelt es sich um das komplette Gegenteil zu einem Pop-under. Im Gegensatz zu einem Pop-under werden Pop-ups direkt im Browserfenster des Lesers oder Kunden angezeigt. Dadurch erscheinen diese oftmals störend. Um Pop-ups zu schließen, setzen Entwickler in der Regel Kreuze ein. Auf einigen Spam-Websites nutzt man diese Kreuze nicht zum Schließen des Werbemittels. Dort wird dann ein anderes Symbol zum Schließen des Pop-ups verwendet. Das führt häufig zu Verwirrungen, da sich bei einem Klick auf das Kreuz oft eine andere Website öffnet.

Pop-ups werden häufig eingesetzt, um den Leser auf "besonders wichtige" Inhalte aufmerksam zu machen. Das kann zum Beispiel eine Newsletteranmeldung oder ein Hinweis auf eine Aktion sein. Sobald ein Pop-up Blocker installiert ist, erscheinen diese auf Javascript basierenden Werbemittel nicht mehr.

Suchmaschinen und Pop-under/Pop-ups

Wahrscheinlich wirken sich Pop-under-Werbemittel und Pop-ups nicht auf das Ranking einer Seite aus. Allerdings können diese den Page-Speed negativ beeinflussen. Zudem erlauben Dienste wie Google AdWords keine Landingpages, auf denen Pop-under-Werbemittel und Pop-ups eingesetzt werden.

Darüber hinaus ist auch die Usability (Benutzerfreundlichkeit) ein entscheidendes Kriterium, um auf Pop-under und Pop-ups zu verzichten. Leser fühlen sich dadurch häufig gestört. Daher setzen die Leser Pop-up Blocker ein, um diese Art von Werbemittel zu unterbinden. Allerdings erscheinen dadurch auch andere Werbemittel nicht mehr. Eine Website, die ihre Kosten durch Werbung wieder einspielt, könnte darunter leiden.