Pay per View (PPV)

Bei Pay-per-View handelt es sich um ein Bezahlmodell, bei dem der Kunde für Einblendungen eines Werbemittels eine bestimmte Summe zu entrichten hat. Oft wird der Tausend-Kontakt-Preis (TKP) als Grundlage zur Berechnung genutzt.

Pay-per-View ist demnach ein Instrument im Online- und Affiliate-Marketing. Allerdings hat Pay-per-View eine zusätzliche Bedeutung, die nichts mehr mit Affiliate-Marketing zu tun hat. Pay-per-View ist eine gängige Praxis für Einzelabrufe von Pay-TV- oder Video-on-Demand-Anbietern. Bei dieser Art des Fernsehens bezahlt der Kunde pro Einzelabruf. Zum Einsatz kommt das Pay-per-View-Modell zum Beispiel beim Abruf von Spielfilmen oder Erotikfilmen. In Deutschland ist es insbesondere durch den Abruf von Sportübertragungen wie Fußball-Events bekannt.

Die Abkürzung für Pay-per-View lautet PPV.

Pay-per-View im Online-Marketing

Bei Pay-per-View kommt es nicht darauf an, ob der Leser oder Kunde die eingeblendete Werbeanzeige auch tatsächlich anklickt. Vielmehr zählen die Ad Impressions, das heißt die Anzahl der Einblendungen, die ein Leser eines Blogs oder einer sonstigen Websites erhält.

Es gibt Anbieter, die sogenannte Pay-per-View-Banner zur Verfügung stellen. Meist lassen sich diese Banner leicht über den Quellcode auf eine Website integrieren. Solche Banner versprechen vor allem bei gut besuchten Websites hohe Einnahmen. Bei geringer frequentierten Websites fällt der Betrag dahingegen gering aus. Für die Vermittlung sorgen oftmals Agenturen, die in der Regel kleinere Websites mit diesen Bannern nicht mehr versorgen.

Nachteile Pay-per-View (Marketing)

Da durch das Pay-per-View-Verfahren nicht ersichtlich ist, ob der Kontakt die jeweilige Werbeanzeige angeklickt hat, lässt sich der tatsächliche Effekt nur schwer bemessen. Außerdem existiert das Phänomen der "Bannerblindness". Die Bannerblindness ist die Unfähigkeit Banner wahrzunehmen. Banner werden mittlerweile in das Design und Layout jeder Website integriert, sodass diese kaum noch auffallen. Andere Werbeformen wie Pop-outs stören den Leser jedoch und haben nur selten einen tatsächlichen Mehrwert.

Beispiele von Pay-per-View (VoD)

In den USA gibt es Pay-per-View-Angebote bereits seit der analogen Fernsehübertragung. Diese Angebote setzten sich vor allem im Erotikbereich durch. Damals ließen sich solche Bezahlangebote meist nur über Pay-TV-Anbieter und ausschließlich über ein Abonnement abrufen. Mittlerweile stellen Fernsehanstalten oftmals zusätzliche Pay-per-View-Inhalte zur Verfügung, die sich auch ohne aktives Abonnement abrufen lassen.

Es gibt viele Anbieter solcher Inhalte in Deutschland. Besonders beliebt sind Spielfilme. Auch Sportübertragungen lassen sich im Einzelabruf herunterladen beziehungsweise streamen. In der Regel wird dazu eine Streaming Box benötigt. So gut wie jeder Blu-ray Disc Player oder aktueller Fernseher verfügt ebenfalls über passende Apps, mit denen sich Video-on-Demand beziehungsweise Pay-per-View-Inhalte betrachten lassen. Die Inhalte haben meist ein Ablaufdatum. Bei Events jeder Art lässt sich normalerweise nur das jeweilige Event betrachten, danach erlischt das Recht. Anders sieht es bei filmischen Inhalten aus. Hier lassen sich die Inhalte innerhalb von 48 Stunden oftmals mehrmals betrachten.

Nahezu jede große Sportveranstaltung lässt sich über einen bezahlten Einzelabruf auf einem Smartphone, Fernseher oder Blu-ray Disc Player abspielen. In den USA sind es beispielsweise WWE-Events, während in Deutschland Spiele der Bundesliga, Champions League oder Europa League gefragt sind. Wrestling Events lassen sich bereits seit den 1980er Jahren im Pay-per-View-Verfahren ansehen.

Bestellung von Pay-per-View-Inhalten (VoD)

Um Pay-per-View-Inhalte bei einem Anbieter zu ordern, stehen meist mehrere Wege zur Verfügung. Der beliebteste Weg stellt die sogenannte On-Screen-Methode dar. Der Kunde bestellt direkt über eine Set-Top-Box oder über einen Fernseher den entsprechenden Inhalt. Von dort aus lassen sich die Inhalte direkt ansehen.

Ein weiterer Weg stellt das Internet dar. Über das Smartphone oder den Desktop PC lassen sich die Inhalte beim Anbieter auswählen und bestellen. Nach erfolgreicher Bestellung kann der Kunde die Inhalte direkt über das Endgerät wiedergeben oder in der Regel auch direkt über den Fernseher. Pay-per-View-Anbieter stellen ihren Kunden Login-Daten zur Verfügung, mit denen Sie von überall und mit zahlreichen Endgeräten auf die Inhalte zugreifen können.

Weitere Bezahlmodelle (VoD)

Neben Pay-per-View gibt es diverse weitere Bezahlmodelle. Im Bereich des digitalen Abrufs von Medien gibt es auch Subscription-on-Demand-Modelle. Im Gegensatz zu PPV stellen SVoD-Anbieter ihren Kunden Inhalte zur Verfügung, die sich immer wieder und zumeist unbegrenzt abspielen lassen. Solche Streaming-Anbieter sind beispielsweise Maxdome, Netflix und Amazon Video. Allerdings unterscheiden sich diese Anbieter wieder voneinander. Netflix ist zum Beispiel ein reiner SVoD-Anbieter. Das heißt, jeder Inhalt lässt sich unbegrenzt abrufen. Der Kunde zahlt für ein Abonnement.

Amazon und Maxdome sind sowohl SVoD- als auch Video-on-Demand- oder Pay-per-View-Anbieter. Den Begriff „PPV“ nutzt man hierbei allerdings selten beziehungsweise überhaupt nicht. Für diese Anbieter ist "PPV" nicht geläufig. Vielmehr erlauben Anbieter wie Maxdome und Amazon, dass der Kunde digitale Inhalte ausleiht und sich diese bis zu 48 Stunden anschauen kann. Diese Form des digitalen Verleihs nennt sich TVoD und steht für Transactional-Video-on-Demand.