Pay per Sale (PPS)

Unter dem Begriff Pay per Sale (Abkürzung: PPS) versteht man eine der gängigsten Abrechnungsmethoden für Werbemittel im Bereich des Online-Marketings. Dieses Verfahren kommt besonders im Affiliate-Marketing zum Einsatz. Man kann die Schreibweise mit oder ohne Bindestrich verwenden - Pay per Sale oder Pay-per-Sale. Der Begriff wird ins Deutsche generell mit "Bezahlung pro Verkauf" übersetzt. Synonym liest man auch den Begriff Cost-per-Order (Abkürzung: CPO).

Berechnung

Dieses Bezahlungsmodell berechnet sich wie folgt: PPS = Gesamtkosten/Anzahl der tatsächlichen Verkäufe. Für einen Werbetreibenden, der online in Form von Werbeträgern wie z. B. Werbebannern oder Verlinkungen Werbung schaltet, entstehen bei Pay per Sale, wie der Name schon sagt, erst nach erfolgten Einnahmen Kosten. Diese Kosten werden zuvor vertraglich in Form einer Provision bzw. eines fest vereinbarten prozentualen Anteils der Einnahmen festgelegt. Beim reinen Publizieren der Werbung (ad impression) oder auch beim Klicken auf die Werbung durch die User fallen für den Werbetreibenden noch keine Kosten an.
Beispiel: Eine Studentin stöbert in einem Mode-Blog nach aktuellen Modetrends und stößt dabei auf die Werbung eines neuen Online-Shops für Vintage-Mode. Der Online-Shop hat mit dem Blogger als Abrechnungsverfahren das Pay-per-Sale-Modell vereinbart. Der Studentin gefallen die angebotenen Vintage-Stücke so gut, dass sie im Online-Shop sofort ein paar trendige Vintage-Kleider bestellt. Da die Studentin über den Mode-Blog auf den Online-Shop gekommen ist, geht ein Prozentsatz der Einnahmen für den Einkauf an den Modeblogger.

Funktionsweise

Die Ermittlung der erzeugten Verkäufe durch die entsprechende Online-Werbeanzeige wird durch einen hinterlegten Hyperlink im Werbeträger (z. B. Werbebanner, Video oder Link) ermittelt. Bei tatsächlicher Kaufaktion fallen dann Kosten für den Werbenden an.

Warum entscheiden sich Unternehmen für Pay per Sale?

Unternehmen, die im Online-Marketing die Abrechnungsart PPS wählen, möchten gezielt mehr Käufer für ihre Produkte oder Dienstleistungen gewinnen. Fokus liegt im Gegensatz zu anderen Abrechnungsmodellen nicht nur darauf, User auf die Website zu locken oder den Namen des Unternehmens bekannter zu machen, sondern auch tatsächlich den eigenen Umsatz zu steigern.

Vor- und Nachteile von Pay per Sale

Pay per Sale ist bei Werbetreibenden sehr beliebt, da für die geschaltete Werbung erst bei erfolgten Einnahmen und nicht bereits bei Klicks oder Views gezahlt werden muss.
Für Unternehmen ergibt sich außerdem der Vorteil, dass sie die Reichweite ihrer Produkte vergrößern können, indem sie mehr Werbung bei verschiedenen Anbietern streuen können, da beim reinen Schalten der Werbung noch keine Kosten anfallen.
Für die Betreiber von Webseiten, die die Werbung schalten, ergibt sich einerseits der Nachteil, dass sie erst bei erfolgtem Verkauf eines Produktes Geld verdienen. Es klicken selbstverständlich sehr viele User auf eine Werbeanzeige, die letztendlich aber keinen Kauf tätigen, sondern lediglich Unternehmen und Produkte ansehen. Dies würde tendenziell z. B. eher für Cost-per-Click (CPC) sprechen. Andererseits sind die vereinbarten Provisionen, die bei PPS anfallen, auch generell höher als bei Abrechnungsverfahren, bei denen pro View oder Klick gezahlt wird.

Neben PPS gibt es im Online-Marketing weitere gängige Abrechnungsmodelle wie Cost-per-Action (CPA), Cost-per-Lead (CPL) oder Cost-per-Click (CPC).