Mit Affiliate-Marketing starten

So gelingt dein Start im Affiliate-Marketing

Wenn du im Internet nach einer Möglichkeit zum Geldverdienen suchst, wirst du unweigerlich auf den Rat stoßen, Affiliate-Marketing zu betreiben. Klingt erstmal interessant. Aber was ist das überhaupt?

Der Begriff stammt, wie so vieles im Internet, aus dem Amerikanischen. Ein Affiliate ist jemand, der Produkte Dritter empfiehlt und bei einem erfolgreichen Verkauf aufgrund seiner Empfehlung eine Provision kassiert. Man kann das ganze daher auch einfach als Empfehlungsmarketing übersetzen.

Das Prinzip ist also klar. Und das Internet bietet die Werkzeuge, um Affiliate-Marketing als lukratives Geschäftsmodell zu betreiben. In der Zeit vor der Existenz des Internets konnte man ohne größeren Aufwand eigentlich nur Verwandte und Bekannte mit seinen Tipps versorgen und hoffen, dass von denen jemand das empfohlene Produkt kauft. Aber dieser Personenkreis ist begrenzt und irgendwann will auch niemand mehr von ihnen deine Tipps hören.

Erst durch das Internet hast du die Möglichkeit, ausreichend viele Personen anzusprechen, um dir einen stetigen Verdienststrom zu sichern. Aber es geht nicht nur darum, möglichst viele potentielle Käufer zu erreichen. Es sollten auch die Richtigen sein. Nämlich die, die auch wirklich Interesse an deinem Angebot haben, weil es ein aktuelles Problem dieser Menschen löst. 

Hast du bis jetzt aufmerksam gelesen, dann dürfte dir klar sein, dass Affiliate-Marketing kein Schnell-Reich-Werden-System ist. Wenn du auf solche Versprechungen stößt, dann klicke lieber schnell weiter. Aber es ist ein Geschäftsmodell, das mit vergleichsweise wenig Aufwand, auch in finanzieller Hinsicht, gestartet werden kann. Und wie das geht, dazu kommen wir jetzt.

Zuerst musst du dir Gedanken über deine Nische machen, in der du starten willst.

Nischenfindung

Was ist denn nun wieder eine Nische? Eine Nische ist ein Teil eines größeren Marktes. Bezogen auf den großen Markt "Sport" wäre zum Beispiel "Golf" eine Nische. Man kann den Markt aber noch weiter runterbrechen, z.B. bis zur Nische "Golfausrüstung", "Golfkleidung", "Golfschuhe", "Golftrainer" und so weiter. Der Sinn der Begrenzung eines größeren Marktes auf einen Teilbereich liegt darin, dass du als Einzelkämpfer und Anfänger unmöglich einen ganzen großen Markt bedienen kannst. Du musst dich spezialisieren.

Deine erste Überlegung muss sein, mit welchen Dingen du dich gut auskennst, welche Sachen dir Spaß machen und wobei dich deine Freunde um Rat fragen. Dann hast du deine erste grobe Nische bereits gefunden. Denn wenn du mit einer Marktnische anfängst, in der du dich nicht auskennst, wirst du nicht bewerten können, welche Produkte sich verkaufen lassen, weil sie ein Problem der Zielgruppe in diesem Markt lösen. Du musst deine Zielgruppe, also die potenziellen Käufer, und deren Probleme kennen. Das kannst du nur, wenn du dich auch in diesem Markt bewegst.

So, du hast eine Nische gefunden, in der du dich wohlfühlst. Das reicht aber noch nicht aus. Du musst nun bewerten, ob deine Nische lukrativ ist, ob hier genügend Menschen nach Produkten bzw. Problemlösungen suchen. Dazu musst du dir Schlagworte (Keywords) überlegen, die im Zusammenhang mit der Nische stehen. Um beim Beispiel Golf zu bleiben, wären solche Keywords zum Beispiel "Golfschuhe kaufen" oder "Golfschläger Test". Diese Suchphrasen gibst du bei Google ein und schaust, was die Suchmaschine auswirft. Wenn sich unter den Suchergebnissen Werbeanzeigen finden, dann heißt das, dass Firmen bereit sind, in dieser Nische Geld für Werbung auszugeben. Das würden sie nicht tun, wenn keine Nachfrage existieren würde. In der Nische lässt sich also etwas verkaufen.

Du konkurrierst aber nicht mit den großen Seiten, die in der Nische Werbung schalten. Deine Wettbewerber sind kleinere Seiten, die ebenfalls im Affiliate-Marketing aktiv sind. Finden sich unter den ersten 10 Suchergebnissen zum gewählten Keyword nur 1 bis 2 Affiliate-Seiten (auch Nischenseiten genannt), dann ist auch noch Platz für deine Seite. Sind es mehr, dann lass lieber die Finger davon und suche dir eine andere Nische.

Zur Sicherheit solltest du noch überprüfen, wie häufig monatlich nach dem Keyword gesucht wird. Dazu kannst du den Google Keyword-Planer nutzen. Einfach bei Google danach suchen. Dann wird du hingeleitet. Im Keyword-Planer gibst du das gewählte Keyword ein und erhältst die Anzahl der monatlichen Suchanfragen. Leider gibt das Tool ohne aktive AdWords-Kampagnen, und damit in der kostenlosen Version, nur noch ungefähre Zahlen aus. Wenn angezeigt wird, dass die Anzahl der monatlichen Suchen zwischen 1.000 und 10.000 liegt, sollte das ausreichend sein. Google zeigt auch an, wie viel Geld Anzeigenkunden pro Klick für eine Anzeige mit diesem Keyword ausgeben. Wenn der Wert sehr hoch ist (mehrere Euro), dann ist die Nische durch Profis hart umkämpft. Da ist für dich in aller Regel kein Platz. Liegt die Angabe zwischen 0,50 und etwas über einem Euro, dann hast du oftmals gute Chancen in der Nische.

Google zeigt dir bei der Suche auch weitere Keywörter bzw. -phrasen an, nach denen User außerdem im Zusammenhang mit deiner Nische suchen. Diese Keywörter musst du dir auch anschauen um herauszufinden, ob andere Keywords als dein gewähltes vielleicht besser passen oder noch zusätzlich in deiner Nischenseite verwendet werden sollten. Durch letzteres kannst du deine Besucherzahlen erhöhen und damit mehr Umsatz erzielen.

Wenn du bis hier her gekommen bist, hast du schon viel Arbeit geschafft. Jetzt musst du noch überprüfen, ob es für deine Nische überhaupt Partnerprogramme gibt. Denn nur über ein Partnerprogramm bekommst du auch Provisionen für vermittelte Verkäufe. Das Partnerprogramm weist dir deinen persönlichen Werbelink zu und registriert, wenn über diesen Link ein Verkauf generiert wird. Nur so bekommst du auch eine Provision.

Es gibt Anbieter, die verwalten ihr Partnerprogramm selbst. Sehr häufig wird das jedoch in die Hände von Affiliate-Netzwerken gelegt. Das sind große Internet-Portale, die eine Vielzahl von Partnerprogrammen und eine Armee von Affiliates betreuen. Hier bist auch du gut aufgehoben. Bleibt immer noch die Frage, wie man solche Partnerprogramme oder Affiliate-Netzwerke findet. Nun, du kannst wieder Google nutzen. Unsere Partnerprogramm-Suchmaschine macht die Suche allerdings bedeutend komfortabler und effektiver. Hier findest du über 6.000 Partnerprogramme und 10 Affiliate-Netzwerke, die du bequem durchsuchen kannst. Da wirst du garantiert fündig.

Wahrscheinlich wirst du mehrere Partnerprogramme finden, die Produkte für deine Nische anbieten. Die Auswahl des richtigen Partnerprogramms ist nicht ganz einfach. Die Höhe der Provision (Angabe in % vom Verkaufspreis) sollte nicht alleine ausschlaggebend sein. Die höchste Provision nützt nichts, wenn sich die Produkte nicht verkaufen. Umgekehrt kann sich ein Partnerprogramm mit relativ geringer Provision trotzdem lohnen, wenn sich die Produkte häufig verkaufen. Auch der durchschnittliche Preis der Produkte spielt eine Rolle. Sehr hilfreich ist, wenn sich bei dem Partnerprogramm eine Angabe zum durchschnittlichen Wert des Warenkorbs (durchschnittliche Summe der bei einem Einkauf gekauften Waren) findet. 

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Cookie-Laufzeit. Wenn sich ein User auf einer Verkaufsseite bewegt, wird auf seinem Rechner eine kleine Textdatei gespeichert, der Cookie. An dieser Textdatei erkennt die Verkaufsseite beim nächsten Besuch des Users, dass er schon einmal da war. Ist er ursprünglich über einen Affiliate-Link auf die Seite gekommen, wird das auch in dieser Textdatei gespeichert. Kauft der User etwas auf der Seite, wird der Kauf dem Affiliate zugerechnet. Leider funktioniert das nur, solange der Cookie aktiv ist. Dieser Zeitraum ist begrenzt. Je länger also der Cookie läuft, desto größer ist für den Affiliate die Chance, dass Käufe ihm zugerechnet werden und er Provisionen verdient. Bei Amazon zum Beispiel läuft ein normaler Cookie nur 24 Stunden. Bei anderen Partnerprogrammen gibt es jedoch Cookielaufzeiten von 60, 90 oder sogar 180 Tagen. 

Ebenfalls von Bedeutung ist, wie der Betreiber des jeweiligen Partnerprogramms die Affiliates unterstützt. Es ist üblich, dass Werbemittel wie Banner und Texte zur Verfügung gestellt werden. Aber Umfang und Qualität dieser Leistung sind von Betreiber zu Betreiber sehr unterschiedlich.

Wenn du nun das oder die passenden Partnerprogramme zu deiner Nische gefunden hast, meldest du dich dort an. Damit sind die wichtigsten Voraussetzungen geschaffen, dass du als Affiliate Geld verdienen kannst.

Zum Schluss von diesem Abschnitt noch ein guter Rat, den du dir unbedingt zu Herzen nehmen musst. Bitte mache nicht den Fehler und entscheide über deine Nische aus dem Bauch heraus. Nur weil du glaubst, dass eine Nische lukrativ ist, muss das noch lange nicht stimmen. Auch wenn die beschriebene Nischensuche aufwändig und nervig ist, musst du sie machen. Wenn du hier schon patzt, sind alle nachfolgenden Anstrengungen sinnlos und zum Scheitern verurteilt. Es gibt jede Menge Nischenseiten da draußen, die kaum oder gar kein Geld einspielen. Das solltest du dir ersparen und der Nischensuche die notwendige Aufmerksamkeit widmen.

Wohin mit dem Affiliate-Link? 

Wie weiter oben beschrieben - du musst Internetnutzer dazu bringen, auf deinen Affiliate-Link (oder deine Links - Mehrzahl) zu klicken. Durch den Klick kommt der User auf die Verkaufsseite des von dir beworbenen Produktes. Und wenn er kauft, bekommst du deine Provision. Das heißt, du musst deine Links so im Internet präsentieren, dass User sie finden. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten.

Für den Anfang brauchst du nicht unbedingt eine eigene Internetseite. Die Partnerprogrammbetreiber stellen in der Regel Werbemittel zur Verfügung. Diese Werbemittel, z.B. Banner in verschiedenen Abmessungen, kannst du in Posts auf Facebook und anderen sozialen Medien einbinden. Posten kannst du auf deiner eigenen Timeline und auch in passenden Facebook-Gruppen. Es gibt zu nahezu jedem denkbaren Thema diverse Gruppen auf Facebook. Aber Vorsicht, nicht in allen Gruppen ist Werbung erlaubt. Auch die Bestimmungen der Partnerprogramme solltest du unbedingt berücksichtigen.

Auf Facebook kannst du eine eigene Fanpage und sogar eine eigene Gruppe zum Thema deiner Nische erstellen. Du solltest aber nicht pausenlos und ausschließlich Werbung posten. Um Fans für deine Fanpage und Mitglieder für deine Gruppe aufzubauen, muss der größere Teil deiner Posts interessante Informationen und Tipps für deine Follower beinhalten. Damit präsentierst du dich als Experten und die User bauen Vertrauen zu dir auf. Auf die Art und Weise vertrauen die dir dann auch, wenn du etwas zum Kaufen anbietest. Das gilt so für alle sozialen Netzwerke.

Die eigene Webseite für das Affiliate-Marketing

Irgendwann wirst du um eine eigene Webseite nicht herumkommen. Weiter oben wurden schon einmal die Nischenseiten ins Gespräch gebracht. Das sind Webseiten, die ganz eng auf eine spezielle Nische ausgerichtet sind. Häufig werden hier physische Produkte beworben. Kommen wir noch einmal auf das Beispiel Golf zurück. So eine Nischenseite könnte zum Beispiel unterschiedliche Golfbälle und Tees aufführen. Es könnten Unterschiede, Vor- und Nachteile der einzelnen Marken erläutert und eine Empfehlung zu einer bestimmten Marke ausgesprochen werden. Vielleicht reagieren Golfbälle unterschiedlich bei bestimmten Wetterlagen. Dann könnte man das hier behandeln. Auf jeden Fall muss die Seite nützliche Informationen beinhalten und darf nicht plump als Werbe- oder Verkaufsseite rüberkommen. Viel mehr sollte es vor allem dein Ziel sein, ein Problem beziehungsweise eine Fragestellung deiner Besucher bestmöglich zu lösen. Wenn du das schaffst, brauchst du dir über die Verkäufe in aller Regel keine Gedanken machen. Die Links zu den einzelnen Produkten oder Anbietern kannst du dann geschickt in den Texten oder auch in einer Produktübersicht unterbringen. Bis vor kurzen war es noch üblich, solche Seiten als Testportale aufzubauen. Nur war es ein Problem, dass die Betreiber in der Regel gar nicht selbst getestet, sondern sich auf Tests Dritter und auf Bewertungen durch Kunden bezogen haben. Das hat zu einer Reihe von Abmahnungen geführt. Deswegen solltest du die Seiten heute nicht mehr so aufbauen.

Damit interessierte User deine Seite besuchen, muss sie bei einer Google-Suche zu deinem Keyword innerhalb der ersten 10 Suchergebnisse bzw. auf der ersten Seite erscheinen. Kein Mensch schaut auf den weiteren Ergebnis-Seiten nach. Es sei denn, er hat auf der ersten Seite doch nicht das Passende gefunden. Also musst du dafür sorgen, dass deine Seite in den Top 10 rankt (Stichwort: Suchmaschinenoptimierung). Dazu ist es wichtig, dass dein Hauptkeyword im Domain-Namen enthalten ist und in den Überschriften und Texten deiner Seite auftaucht. Allerdings darfst du es mit der Anzahl der Keywords nicht übertreiben und die Texte müssen sinnvoll, informativ, passend zum Thema und gut zu lesen sein. Google bewertet mittlerweile solche Eigenschaften. Eine zu hohe Keyworddichte kann sich inzwischen negativ auf das Ranking der Seite auswirken.

Hast du bei der Nischensuche mehrere gut passende Keywords identifiziert, solltest du zu jedem dieser Keywords eine eigene Unterseite bereitstellen. Dadurch hast du die Chance, für mehrere Keywords ein gutes Ranking zu erreichen und dadurch finden noch mehr interessierte Nutzer den Weg zu dir. 

Eine andere Möglichkeit ist es, einen Blog zu führen und hier interessante Artikel zum gewählten Themenbereich zu publizieren. Die Werbung wird dann hin und wieder in einen Artikel verpackt und/oder in Form von Bannern neben den Artikeln platziert. Es dauert aber eine ganze Weile, bevor ein Blog so bekannt ist, dass genügend interessierte Besucher kommen, die auch mal einen Werbelink klicken. Dazu müssen nicht nur die Artikel wirklich gut sein. Man muss den Blog auch noch durch flankierende Maßnahmen bekannt machen. Das wiederum kann durch Info-Posts zum Blog auf Facebook und durch Info-Mails auf den viralen Mailern passieren. Die gleichen Maßnahmen bieten sich übrigens auch an, um eine Nischenseite bekannter zu machen.

Die Technik

Eine Internetseite muss sich irgendwo auf einem Internet-Server befinden und einen eindeutigen Namen haben, damit sie gefunden und besucht werden kann. Beides ermöglichen sogenannte Internet-Provider. Sie stellen Speicherplatz für die Dateien der Seite bereit und binden sie an das Internet an. Die Speicherung nennt man Hosting und die eindeutige Bezeichnung ist der Domain-Name. Für den Anfang genügt schon ein Hosting-Paket für weniger als 10,- EUR pro Monat. Da sind die Kosten für den Domain-Namen schon mit drin. Internetprovider gibt es jede Menge. Hier hilft eine Suchanfrage bei Google weiter.

Der Domain-Name sollte das Hauptkeywort, also die Bezeichnung der gewählten Nische, enthalten. So wissen die potentiellen Besucher der Seite Bescheid, worum es geht. Und Google hat das auch gerne. Um wieder auf die Nische Golf zurückzugreifen, www.golfbaelle.(Endung) wäre eine gute Domain (seit einiger Zeit sind auch deutsche Umlaute in vielen Domainnamen möglich). 

Für deutsche Seiten ist die Domainendung .de immer noch diejenige mit der größten Bedeutung. Danach folgen .com, .net und .eu. Die Endungen .info, .biz und .tips haben sich mittlerweile auch etabliert. Trotzdem ist es schwierig, so eingängige 1-Wort-Domains wie golfbälle.(Endung) zu finden. In dem Fall kann man auf Domains aus mehreren Wörtern zurückgreifen, z.B. golfbaelle-kaufen oder golfbaelle-online. Allzu lang und kompliziert sollten diese Konstruktionen aber nicht sein. Denn dann steigt die Gefahr von Vertippern und die Besucher können sich die Domain nicht merken. 

Seit 2014 werden schrittweise viele neue Domainendungen eingeführt. Aber sie sind den meisten Internetnutzern nicht bekannt oder sogar so abwegig, dass sie zur Nische überhaupt nicht passen. Es empfiehlt sich immer zu versuchen, eine Domain mit einer der oben genannten Endungen zu nutzen. Am besten natürlich eine .de-Domain. 

Wenn wir Hosting und Domainnamen geklärt haben, müssen wir unsere Internetseite bauen. Früher ging das nur per Hand mit HTML, CSS und vielleicht noch weiteren Programmiersprachen. Oder man hatte einen Programmierer zur Hand. Heute ist das alles einfacher. Das CMS (Content Management System) WordPress ist mittlerweile ein Quasistandard. Mit seiner Hilfe kann man ohne Programmierkenntnisse eine ansprechende Seite aufbauen. Das geht schon mit der Versuch-macht-klug-Methode. Man kann sich aber natürlich auch einen Online-Kurs über WordPress leisten. Übrigens muss man WordPress nicht mal auf einem eigenen Hosting installieren. Es gibt WordPress auch als kostenloses Online-Blog- oder Webseitensystem.

Wer keine Lust auf WordPress hat, kann einen der zahlreichen Homepage-Baukästen nutzen. Alle großen Provider haben eigene Homepage-Baukästen im Angebot. Darüber hinaus gibt es aber auch spezialisierte Anbieter. Wenn du mal nach Homepage-Baukasten googlest, wirst du etliche Anbieter sowie Vergleichsseiten zu dem Thema finden. Die Baukästen sind oft zumindest in der Basisversion kostenlos und bieten meist die Möglichkeit, Domains zu registrieren. Unsere Empfehlung ist allerdings ganz klar, mit WordPress auf eigenem Webspace zu arbeiten.

Email-Marketing

Alle erfolgreichen Affiliate-Marketer sehen das Email-Marketing als einen besonders wichtigen Teil ihrer Aktivitäten an. Dafür gibt es gute Gründe. Egal ob mit eigener Internetseite oder ohne, der Ablauf sieht doch immer so aus. Ein User klickt irgendwo auf deinen Affiliate-Link. Er wird auf die Seite mit dem beworbenen Produkt geleitet. Hier kann er entscheiden, ob er kauft, oder nicht. Auf jeden Fall hast du als Affiliate keine Kontrolle darüber, was passiert. Und du weißt auch nicht, wer da auf deinen Link geklickt hat. Das ist der Nachteil vom klassischen Affiliate-Marketing.

Der User ist auf jeden Fall weg. Und du musst dich um neue User bemühen, die möglicherweise auf deinen Link klicken. Da wäre es doch viel besser, du könntest genau diesen User, der schon einmal auf deinen Link geklickt hat, wieder kontaktieren. Mit dem Klick auf deinen Link hat er ja schon ein gewisses Vertrauen in dich bewiesen. Ein erneuter Kontakt würde das Vertrauen weiter festigen. Aber wie macht man das?

Das geht am besten, wenn man sich zuallererst die Email-Adresse des potentiellen Kunden besorgt. Auf einem Blog kann man einen Newsletter anbieten, der die Interessenten regelmäßig über neue Blogartikel informiert. Das ist schon mal eine Idee, wird aber nicht alle Blogleser überzeugen. Auf einer Nischenseite ist das noch schwieriger, weil sich da der Inhalt so gut wie nie ändert. Was also tun?

Wir alle mögen es doch, wenn wir etwas kostenlos bekommen können. Aber es muss schon etwas sein, das uns wirklich interessiert. Hier kommt das Konzept des Freebies, des kostenlosen Geschenks ins Spiel. Ein Geschenk hat mehrere positive Wirkungen. Der Kunde freut sich, entwickelt Vertrauen zu dir und ist gespannt, was du zum Kauf anzubieten hast. Außerdem wirkt das Gesetz der Reziprozität. Er hat etwas von dir bekommen und fühlt sich nun verpflichtet, auch etwas für dich zu tun - z.B. (später) ein kostenpflichtiges Angebot von dir zu nutzen. Eines muss er dir aber gleich geben und das ist seine Email-Adresse. Ansonsten kannst du ihm ja das Freebie nicht schicken.

Nun hast du die Email-Adresse und auch schon eine gewisse Beziehung aufgebaut. Diese gute Beziehung musst du weiter ausbauen, indem du dem Kunden bzw. Interessenten von Zeit zu Zeit eine Email mit nützlichen Informationen schickst. Und ab und zu kannst du auch ein Angebot schicken, aber längst nicht in jeder Email. Wenn du immer nur Werbung schickst, wird sich der Kunde sehr schnell wieder von deiner Liste abmelden.

Mit der Zeit wirst du so eine Liste von mehreren 1000 Lesern aufbauen können. Diese Liste wird von den meisten Online-Marketern als ihr wertvollstes Asset angesehen. Denn über die Liste kannst du quasi jederzeit mit einer Email-Aussendung Geld generieren. Im Allgemeinen wird gesagt, dass eine Adresse auf der Liste einen Wert von 1,- EUR pro Monat hat. Theoretisch kannst du also mit einer Liste von 1000 Lesern pro Monat einen Umsatz von 1000 EUR erwirtschaften. Das klingt doch gut!

Bleiben noch die Fragen, wo die User sich in deine Liste eintragen können und wie du diese Liste verwaltest. Dazu benötigst du einen Email-Provider, früher auch Autoresponder genannt. Mit Hilfe des Email-Providers generierst du ein Email-Eintragungs-Formular, das du in deine Seite einbaust. Die Eintragungen, die der User vornimmt, landen automatisch beim Email-Provider und werden in einer Liste gespeichert. Du hast die Möglichkeit, jederzeit eine Email an deine komplette Liste, oder auch nur an einen Teil der Liste auszusenden. Du kannst sogar vorbereitete Emails speichern und zeit- oder ereignisgesteuert automatisch versenden lassen. Aber das ist dann schon Marketing auf höherem Level. Auf jeden Fall kann der Email-Provider auch für die Auslieferung deines Freebies an die Kunden sorgen.

Nochmal zurück zum Eintragungsformular. Natürlich kannst du das auf deinem Blog oder deiner Nischenseite einbinden. Das Problem ist aber, dass der Besucher dort zu viel Ablenkung hat und nicht unbedingt zum Eintragungsformular hingeleitet wird. Dafür wurden die Landing- oder Squeezepages erfunden. Diese Seiten existieren unabhängig von deiner sonstigen Internetpräsenz und haben nur die eine Aufgabe, Emailadressen einzusammeln. Es gibt dort kein Menü (außer einem Link zum Impressum) und keine Ablenkung. Nur eine Verlangen weckende Info zum Freebie samt Freebie-Bild (oder auch ein Video) und ein Eintragungsformular. Die Seite muss dem Besucher ganz laut sagen, dass er sich eintragen soll.

Weil diese Seite so wichtig ist, haben findige Marketer mit der Zeit einige Designs herausgefunden, die gut funktionieren. Aus diesen in vielen Tests entwickelten Designs sind Vorlagen (Templates) entstanden, die du für dein spezielles Thema anpassen und nutzen kannst. Für WordPress gibt es PlugIns speziell zur Erstellung von Landingpages, die solche leicht anpassbaren Templates schon mitbringen. Damit ist in wenigen Minuten eine Landingpage fertig zum Einsatz. Einige Email-Provider bieten ebenfalls Landingpage-Templates an. Und es gibt spezialisierte Online-Portale, die eine Vielzahl dieser Templates vorhalten. Nicht nur für Landingpages, sondern auch für Verkaufsseiten, Mitgliederseiten und noch einige mehr. Diese Portale arbeiten als Abo-Systeme mit monatlichem Beitrag und sind nicht gerade billig. Für jemanden, der oft Landingpages für seine verschiedenen Projekte benötigt, lohnt sich das aber trotzdem. 

Die erfolgreichen Affiliate-Marketer sind sich alle einig, dass Email-Marketing für Ihr Geschäftsmodell essentiell ist. Deswegen sollte man, auch wenn man noch ganz am Anfang als Affiliate-Marketer steht, schon mit der Einrichtung der Email-Systeme und dem Einsammeln von Email-Adressen beginnen. Es wird sich langfristig sehr lohnen oder die Zeitspanne bis zum Eintreten des geschäftlichen Erfolgs extrem verkürzen. 

Besuchergenerierung

Zu dem Thema ist weiter oben schon einiges zu finden. Deswegen hier nur eine Zusammenfassung. 

Du kannst praktisch alle sozialen Netzwerke nutzen, um Informationen zu deiner Seite und/oder zu deinem Angebot zu posten und so Besucher auf deine Seiten zu ziehen. Deine Posts sollten in erster Linie einen Nutzen für die Besucher aufzeigen und nicht von vornherein auf einen Verkauf ausgerichtet sein. Die beste Wirkung erzielt immer das Angebot eines kostenlosen Geschenks.

Für die Generierung von sogenanntem organischen Traffic über die Suchmaschinen ist das Ranking deiner Seite unter den Top 10 der Suchergebnisse zu den für dich relevanten Keywords immens wichtig. Nur wenn deine Seite zum gegebenen Keyword unter den ersten 10 Suchergebnissen auftaucht, wirst du auch Besucher über die Suchmaschinen bekommen. Dazu muss deine Seite auf das Keyword (oder die Keywords) optimiert sein. Das Keyword muss in Überschriften und im Text vorhanden sein, aber nicht in zu großer Anzahl. Der Text muss dennoch verständlich und informativ sein und inhaltlich zum Keyword passen.

Alle bis hier her genannten Vorgehensweisen befassen sich mit der Generierung von kostenlosem Traffic. Darüber hinaus kann man auch Besucher mit Hilfe von Bezahlwerbung generieren. Dazu musst du bei einem Anbieter eine Werbeanzeige gegen Bezahlung buchen, die dann im Internet ausgespielt wird. Abgerechnet wir entweder mit einem Betrag pro 1000 Werbeeinblendungen (TKP) oder pro Klick auf deine Werbeanzeige. Deswegen spricht man bei dieser Werbung von Pay-per-Click-Werbung, abgekürzt PPC

PPC ist ein sehr weites Feld, auf dem man viel beachten muss. Und vor allem kann man sehr schnell sehr viel Geld verbrennen, ohne dass man ein angemessenes Ergebnis in Form von Einnahmen hat. Die Profis haben so ihre Methoden, um aus einem Euro für die Werbung 1, 2 oder noch mehr Euro Gewinn herauszuholen. Es geht alles und etliche Agenturen und Dienstleister verdienen gut daran, für andere solche Werbekampagnen aufzusetzen und zu steuern. Aber für dich als Anfänger ist das (noch) nicht geeignet. An dieser Stelle wird diese Möglichkeit nur der Vollständigkeit halber erwähnt, damit du weißt, was darunter zu verstehen ist. Denn wenn du dich mit Online-Marketing intensiver befasst, wirst du unweigerlich darauf stoßen.

Wir hoffen, dass wir dir einen guten Überblick darüber gegeben haben, wie du mit Affiliate-Marketing starten kannst. Lies am besten die einzelnen Abschnitte noch einmal nacheinander durch und mache dir deine Gedanken dazu, wie du das Gelesene umsetzen kannst. Denn nur mit Lesen alleine wirst du nichts erreichen. Der Trick der Erfolgreichen liegt darin, dass sie das erlernte Wissen zur Anwendung bringen! Dazu wünschen wir dir viel Erfolg.