Last Cookie Wins

Das Last-Cookie-Wins-Prinzip besagt, dass die Conversion dem Werbemittel zugeordnet wird, das in der Customer Journey zuletzt angeklickt wird. Das heißt, dass die Publisher leer ausgehen, die den Kunden zuerst auf die Website des Merchants bringen, den Kunden aber nicht zum Kauf eines Produktes oder zum Ausführen einer Aktion (beispielsweise eine Newsletteranmeldung) animieren können. Das „Last-Cookie-Wins“-Prinzip ist unter den Affiliate Marketing Managern nicht unumstritten. Einordnen lässt sich Last Cookie Wins in das sogenannte Conversion-Tracking aus dem Bereich des Affiliate Marketings.

Last Cookie Wins in der Kritik

Das „Last Cookie Wins“-Prinzip wird häufig kritisiert, da es laut den Kritikern die Customer Journey nicht akkurat widerspiegelt. Last Cookie Wins belohnt nur den Affiliate, über den das Werbemittel zuletzt geklickt und den Kunden zum Beispiel zum Kauf eines Produktes bewegt hat (Cost-per-Sale/Pay-per-Sale). Der Affiliate, bei dem der Kunde zuerst war, geht durch dieses Prinzip leer aus. Das „First Cookie Wins“-Prinzip, bei dem der erste Affiliate die Provision des Merchants oder Affiliate-Netzwerkes erhält, wird dabei allerdings nicht weniger kritisch gesehen.

Alternativen und First Cookie Wins

Das Gegenteil des „Last-Cookie-Wins“-Prinzip stellt First Cookie Wins dar. Beim „First-Cookie-Wins“-Prinzip erhält der Publisher die Provision, der den Kunden zuerst auf das Produkt aufmerksam gemacht hat. Nach der Bestellung oder Aktion des Kunden erhält der Publisher die Provision gutgeschrieben. Eine komplett zufriedenstellende Lösung ist aber auch diese Tracking-Methode nicht, da sie ebenso wenig die Customer Journey akkurat widerspiegelt. Anstatt Last Cookie Wins ließen sich auch Modelle verfolgen, in denen die Conversion zwischen den Publishern geteilt wird.

Cookie-Dropping als Betrugsversuch

Als Cookie-Dropping bezeichnet man das illegale Setzen von Cookies durch künstlich erzeugte Klicks. Der potentielle Kunde bemerkt das Setzen solch eines Cookies in der Regel nicht, da dieser gesetzt wird, ohne dass der Kunde eine bestimmte Handlung ausführen muss. Cookie-Dropping ist daher als Betrug oder Betrugsversuch zu deuten. Sobald der Kunde ein Produkt beim jeweiligen Shop kauft, erhält der Publisher die Provision, der den Cookie illegal gesetzt hat. Beim „Last-Cookie-Wins“-Prinzip könnte der Affiliate mit betrügerischen Absichten die Provision einstreichen und nicht der ehrliche Affiliate. Affiliate-Netzwerke oder Merchants können diese Betrugsversuche in der Regel anhand von überdurchschnittlich hohen Klickraten feststellen.