Datenfeed / Produktdaten

Produktdaten sind im Affiliate-Marketing ein probates Mittel, um Daten wie Preise, Produkt-IDs, Produkttitel etc. eines bestimmten Händlers automatisiert abzurufen. Solche Datenfeeds / Produktdaten kommen vor allem bei Preisvergleichen zum Einsatz. Nur mit Produktdaten ist ein ernstzunehmender Preisvergleich realisierbar, da es zu viel Mühe macht, einen Preisvergleich manuell zu pflegen.

Aufbau eines Datenfeeds

Produktdaten stehen in der Regel als XML- und CSV-Datei zur Verfügung. Das gängige Format ist CSV (comma-seperated values). Solche Dateien lassen sich mit Microsoft Excel öffnen und anordnen. Beim ersten Öffnen erscheinen diese Daten nämlich unsortiert und chaotisch. Steht der Feed als XML- oder CSV-Datei zur Verfügung, dann trennt oftmals ein Semikolon oder Komma die Daten.

Die Produktdaten stehen in Form einer Tabelle zur Verfügung. Allerdings ist das nicht immer sofort ersichtlich, da diese Daten erst mithilfe von Programmen wie Excel angeordnet werden müssen. Da eine manuelle Anordnung viel zu umständlich ist, lässt sich ein Excel-Befehl dafür nutzen. Dieser Befehl nennt sich „Text in Spalten“.
Korrekt angewendet, erscheinen die Daten wieder sortiert. Falls irgendwann einmal ein manueller Abgleich des Preisvergleiches vonnöten ist, sieht der Affiliate Marketing Manager alle Daten in der korrekten Reihenfolge. Zu diesen Daten gehören unter anderem die Preise, die für einen Preisvergleich essentiell sind. Darüber hinaus stehen die URLs zu den Bildern sowie die EAN, der Lieferzeitraum und die Produktkategorie zur Verfügung.

Produkt- und Datenfeeds bei Affiliate-Netzwerken

Nahezu jedes Affiliate-Netzwerk stellt Produktdaten seiner Händler zur Verfügung. Allerdings verfügt nicht jeder Merchant über Produktdaten. Einige Merchants setzen ausschließlich auf Banner oder Textlinks. Bei Affiliate-Netzwerken werden Produktdaten und Datenfeeds auch als Produktlisten bezeichnet.

Die einzelnen Abschnitte und Kategorien einer CSV- oder XML-Datei sind entweder mit einem Semikolon oder Komma getrennt. Bei manchen Affiliate-Netzwerken lässt sich das Trennzeichen auch vor dem Download der Produktdaten auswählen.

Es gibt Datenfeeds für verschiedene Zwecke. Das heißt, Unternehmen wie MediaMarkt bieten unter anderem einen Datenfeed für sämtliche Produkte an, die sich im Online-Shop finden lassen. Es geht allerdings auch spezifischer. So bietet MediaMarkt zusätzlich Produktdaten an, in denen ausschließlich Smartphone-Tarife untergebracht sind. Blogger oder Publisher, die ihre Inhalte ausschließlich auf Smartphones und Smartphone-Tarife beschränken, müssen demnach nur auf diese Produktdaten zugreifen. Der Vorteil liegt bei der Übersichtlichkeit und Größe der CSV- beziehungsweise XML-Datei. Solche Dateien können nämlich sehr groß sein und einige Gigabyte in Anspruch nehmen.

Zugriff auf Produktdaten

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um die Daten aus einem Datenfeed effektiv zu nutzen. Der Zugriff erfolgt beispielsweise über eine API-Schnittstelle. Darüber hinaus stehen Datenfeeds auch als CSV- oder XML-Datei zur Verfügung. Solche Produktdaten lassen sich auch parallel zu API-Abfragen nutzen. Mithilfe bestimmter Software ist es möglich, die Daten einer Datenbank zu aktualisieren und abzugleichen. Stellt diese Software beispielsweise fest, dass ein Preis in der Datenbank nicht mehr aktuell ist, wird dieser angepasst. Da solche Abfragen in der Regel sehr viel Ressourcen benötigen, werden sie häufig nur mit Bedacht genutzt.

Software in Form von Plug-ins und Themes gibt es auch für Content Management Systeme wie WordPress. Das CMS hat sich in den letzten Jahren als Standard-Software für Affiliate-Projekte etabliert. Mithilfe von eCommerce-Software wie WooCommerce lassen sich Affiliate-Projekte heutzutage schnell umsetzen und mit Daten füttern. Der Datenabgleich erfolgt dann beispielsweise über Software wie datafeedr. Die Software unterstützt Schnittstellen wie AWIN, Belboon und Rakuten. Programmierkenntnisse sind häufig nicht nötig.