Affiliate-Netzwerk

Der Begriff "Affiliate" kommt aus dem Englischen und bedeutet "Partner". Bei einem Affiliate-Netzwerk handelt es sich demnach um ein Partner-Netzwerk, in dem sich Publisher (Betreiber einer Website) bei einem der zahlreiche Online-Shops (Advertiser) als Partner bewerben können. Nach erfolgreicher Anmeldung stehen diesem Publisher Werbemittel wie Banner und Textlinks zur Verfügung. Diese lassen sich daraufhin auf der Website des Publishers einbinden.

Der Publisher (beispielsweise ein Blogger) meldet sich bei einem Affiliate-Netzwerk an und wartet auf die Bestätigung des Advertisers. Ein Advertiser (oder Merchant) kann ein Unternehmen wie MediaMarkt oder Zalando sein. Advertiser achten überwiegend auf themenrelevante Inhalte. Das heißt, ein Publisher sollte über Elektronikprodukte schreiben, um von Advertisern wie MediaMarkt und anderen themenrelevanten Shops akzeptiert zu werden.

Große Affiliate-Netzwerke

AWIN (ehemals Zanox und Affiliate Window) und Affilinet gehören zu den größten Affiliate-Netzwerken in Deutschland. Allerdings schließen sich beide Netzwerke gegen Ende 2017 zusammen. Dadurch entsteht Europas größtes Affiliate-Netzwerk. Nach der Fusion finden etwa 150.000 Publisher Angebote und Werbemittel wie Banner, Textlinks, Produktfeeds und Deeplink- sowie Suchlink-Generatoren bei über 9.000 Advertisern.

Weitere Netzwerke

Neben der AWIN AG und Affilinet zählen zu den bekanntesten Affiliate-Netzwerke auch Belboon, AdCell und Webgains. Es gibt noch viele weitere Netzwerke dieser Art. Seit Januar 2017 gehört ShareASale zu AWIN. Zusätzlich sind bei Tradedoubler einige hochkarätige Advertiser registriert. Tradedoubler gehört zu einem der größten Affiliate-Netzwerke in Deutschland.

Die Netzwerke verfolgen dabei unterschiedliche Strategien. Einige Affiliate-Netzwerke spezialisieren sich auf Nischenseiten und -produkte, während die großen Netzwerke mit Advertisern wie Saturn, MediaMarkt, Otto, Douglas, Vodafone und Opodo zusammenarbeiten. Die größeren Affiliate-Netzwerke bieten dadurch eine besonders große Vielfalt.

Darüber hinaus stellen eBay und Amazon Partnerprogramme zur Verfügung. Amazon ist vor allem bei kleineren Publishern beliebt.

Aufnahme in ein Affiliate-Netzwerk

Die Aufnahme in ein Affiliate-Netzwerk läuft höchst unterschiedlich ab. Während Amazon zunächst einmal alle Publisher als Partner akzeptiert, sind andere Affiliate-Netzwerke von Anfang an kritischer. Eine Website wird von den Netzwerken in der Regel immer gefordert. Darüber hinaus ist ein Impressum ebenso wichtig wie passende und hochwertige Inhalte.

Auszahlung und Tracking

Affiliate-Netzwerke übernehmen für den Advertiser und Publisher das Tracking der Produktlinks. Bestellt ein Leser oder Kunde über einen Affiliate-Link ein Produkt, wird diese Bestellung getrackt und im System des Netzwerkes gespeichert. Der Publisher kann daraufhin die fällige Provision in seinem Dashboard einsehen.

Im Dashboard des Publishers lassen sich ausführliche Tracking-Berichte abrufen. In diesen lassen sich detaillierte Informationen über die ausgelieferten Produkte finden. Der Publisher kann einen Blick in den Warenkorb des Käufers werfen und dadurch sehen, welche Produkte über seinen Link bestellt wurden. Über SubIDs besteht die Möglichkeit, die Links zusätzlich zu kennzeichnen. Damit können die Links herausgefiltert werden, über die besonders viele Bestellungen eingehen.

In der Regel erfolgt die Auszahlung an den Publisher einige Monate nach der Bestellung des Kunden. Der Advertiser zahlt den fälligen Betrag an das Affiliate-Netzwerk. Das Netzwerk zahlt daraufhin dem Publisher die Provision aus. Das ist einer der Gründe, warum sich Merchants für ein Affiliate-Netzwerk entscheiden, anstatt ein eigenes Partnerprogramm anzubieten. Für Merchants und Publisher stellt ein Affiliate-Netzwerk eine zentrale Anlaufstelle dar, über die beide Parteien kommunizieren und ihre Online-Marketing-Aktivitäten optimal fokussieren können.