Affiliate-Marketing für Anfänger

Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung

Affiliate-Marketing ist die vielleicht einfachste Art und Weise, sich ein lukratives Geschäft im Internet aufzubauen. Das hast du bestimmt schon einmal gehört oder gelesen. Aber wie funktioniert das eigentlich?

Im Affiliate-Marketing interagieren mindestens 3 Parteien miteinander: der Hersteller oder Produktanbieter, der Affiliate und der Kunde. Der Produktanbieter hält seine Produkte zum Verkauf bereit. Der Affiliate empfiehlt eines oder mehrere Produkte an mögliche Kunden. Wenn ein Kunde aufgrund dieser Empfehlung Produkte kauft, erhält der Affiliate vom Produktanbieter einen Teil des Gewinns aus dem Verkauf als Provision. Der Job des Affiliate ist also die Empfehlung von Produkten an mögliche Kunden. Seine Vergütung erhält er erfolgsbasiert, wenn aufgrund seiner Empfehlung ein Kauf erfolgt.

Das klingt nicht allzu kompliziert. Und das ist es im Grunde auch nicht. Affiliate-Marketing hat viele Vorteile. Du als Affiliate brauchst keine eigenen Produkte, deshalb brauchst du kein Lager und um den Versand musst du dich ebenfalls nicht kümmern. Den eigentlichen Verkaufsprozess mit Zahlungsabwicklung erledigt der Produktanbieter. Eventuelle Rückfragen des Kunden inklusive Reklamationen liegen auch in der Verantwortung des Produktanbieters. Mit all diesen Dingen hast du als Affiliate nichts zu tun. Du musst nur Kunden erreichen, die die Produkte kaufen. 

Natürlich hat Affiliate-Marketing auch Nachteile. Du bist mit deinem Business unter Umständen vollständig von einem oder nur wenigen Produktanbietern abhängig. Wenn diese ihr Geschäft schließen oder die Provisionen reduzieren, hast du plötzlich weniger oder auch keinen Umsatz mehr und musst dich erst einmal um neue Produktanbieter kümmern, mit denen du zusammenarbeiten kannst. Außerdem hast du im Normalfall keinen Zugriff auf die Daten der Kunden. Du weißt nicht, wer aufgrund deiner Empfehlung gekauft hat. Du weißt nur, dass ein Verkauf stattgefunden hat, weil du eine Provision bekommst. 

Aber diese Nachteile werden durch die Vorteile bei weitem aufgehoben. Es gibt kein anderes Geschäftsmodell, mit dem du nahezu aus dem Stand und ohne größere finanzielle Vorleistungen starten kannst. Außerdem kann man sich im gewissen Umfang vor den Nachteilen schützen. Im Lauf der Zeit und mit dem weiteren Ausbau deines Geschäftes hast du die Möglichkeit, dir noch weitere Produktanbieter als Partner zu suchen und kannst darüber hinaus auch versuchen, deine Besucher durch geeignete Maßnahmen an dich zu binden. Dadurch stehst du nicht plötzlich wieder bei Null, wenn einer der Partner Probleme hat. Du hast ja dann noch weitere Standbeine. Und auch mit den gegebenenfalls vorhandenen Kundendaten lässt sich etwas machen.

Wie startet man denn nun so ein Affiliate-Geschäft? Im Folgenden findest du dazu eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Der Start in das Affiliate-Marketing lässt sich in die nachfolgenden 7 Schritte aufteilen:

Schritt 1 - Entwickle dein Mindset
Schritt 2 - Finde deine Nische
Schritt 3 - Finde deinen Produktanbieter
Schritt 4 - Baue deine Empfehlungsmaschine
Schritt 5 - Betreibe von Anfang an Email-Marketing
Schritt 6 - Schicke Besucher in deine Maschine
Schritt 7 - Kontrolle und Optimierung 

In der Praxis ist die Trennung der einzelnen Schritte nicht so scharf und eindeutig. Manches geht auch ineinander über oder läuft parallel. Aber um sich darüber klar zu werden, was man alles machen muss, ist so ein klarer Ablauf erstmal die beste Richtschnur. Also, legen wir los!

Schritt 1 - Entwickle dein Mindset

Wenn du noch nicht mit dem Themenkreis der Persönlichkeitsentwicklung in Berührung gekommen bist, dann kommt dir dieser Punkt sicher seltsam vor. Er ist aber immens wichtig und deswegen steht er an erster Stelle.

Das Mindset ist die Gesamtheit deiner Gedanken, Gefühle, Vorstellungen, Wünsche und eingeprägter Verhaltensweisen. Dein Mindset steuert dein gesamtes Verhalten an jedem Tag. Das geschieht alles völlig unbewusst, ohne dein bewusstes Zutun. 

Bevor du überhaupt anfängst, dein Affiliate-Geschäft aufzubauen, musst du dir darüber klar werden, was du erreichen willst und wann du es erreicht haben willst. Sicher geht es dir darum, mehr Geld durch dein Geschäft zu verdienen, als du es jetzt zur Verfügung hast. Aber "mehr Geld" ist kein konkretes Ziel. Wenn du heute 1 EUR zur Verfügung hast und morgen sind es 1,01 EUR, dann ist das auch mehr Geld. Aber bestimmt nicht das, womit du zufrieden wärst. Also lege für dich fest, wieviel Geld (Einkommen, Verdienst, Gewinn, Vermögen) du wann haben willst. Ein konkretes Ziel wäre, wann du im 12. Monat ab jetzt ein monatliches Einkommen von 500 EUR erreicht haben willst. Das ist konkret in Bezug auf die Höhe und in Bezug auf den Zeitpunkt, wann du dieses Ziel erreich haben möchtest. Das solltest du dir aufschreiben, am besten handschriftlich.

Geld an sich, auch so eine konkrete Summe, ist aber noch kein Wert. Die Frage ist, warum willst du dieses monatliche Einkommen haben? Was willst du mit dem Geld tun? Und diese Vorstellung sollte positiv sein, hin zu etwas. Du möchtest - die Miete mit deinen Affiliate-Einnahmen bezahlen können, ein tolles Haus (konkret was für ein Haus und wo) oder einen tollen Urlaub (wo, wann, wie oft im Jahr). Richte deinen Blick nach vorn, nicht nach hinten. Denke nicht - ich will weg von meinen Schulden, ich will weg aus meiner miesen Wohnung usw..

Wenn du dein Ziel klar vor Augen hast, dann erstelle dir (schriftlich) einen Zeitplan kleinerer Steps, die dich zu dem Ziel hinführen. Dazu kannst du die oben genannten 7 Schritte als grobe Orientierung nehmen. Mache dir immer kurz- und langfristige Planungen:
grobe Schritte, was du jeden Monat erreichen willst, kleinere Schritte sind dann deine Wochenziele bzw. die Aufgaben der Woche. Setze dir immer Termine, bis wann du welche Aufgabe (z.B. das Erstellen der Webseite) erledigt haben willst.

Ich weiß, das klingt alles total öde. Sich vorzustellen, was man mit Geld anfängt, ist ja schön. Aber so eine langweilige Planung? Alles das, was du bis hierher gelesen hast, inklusive der langweiligen Planung, dient nur dazu, dass du erstens wirklich startest mit deinem Vorhaben, und dass du zweitens immer fokussiert bleibst und auch bei Problemen nicht aus dem Takt kommst. Es werden Probleme auftreten und du wirst abgelenkt werden, weil jede Woche irgendein anderes tolles Geschäftsmodell oder ein supertolles Online-Coaching durch das Internet geistern. Nur wenn du einen konkreten Plan hast, wirst du trotz aller Rückschläge und Ablenkungen wieder in deine Spur zurückfinden. Auch Affiliate-Marketing ist kein Schnell-Reichwerden-System sondern zielgerichtete Arbeit. Und nur wenn du einen klaren Plan hast und weißt, warum du etwas tust, wirst du es mit Spaß tun, nicht als Last empfinden und letztendlich erfolgreich sein - weil du dadurch insbesondere die häufig schwierige und oftmals frustrierende Anfangsphase überwindest.

Schritt 2 - Finde deine Nische

Eine Nische ist ein kleinerer Teil eines größeren Marktes. Im Markt "Haustiere" wären "Hunde" eine Nische. Die Nische kann man noch weiter runterbrechen. Es gibt ja eine ganze Menge Hunderassen. Jede davon wäre dann wieder eine kleinere Nische. Oder man kann auch Produkte für Hunde (Hundefutter, Leinen und Geschirre) oder Produkte für Hundehalter (T-Shirts mit Hundemotiven, Kissen mit Hundemotiven) als kleinere Nische betrachten.

Warum diese Konzentration auf eine Nische? Böte ein größerer Markt nicht mehr Chancen für gute Verkäufe? Ein ganz klares NEIN an dieser Stelle. Wenn du anfängst mit dem Affiliate-Marketing, solltest du dich mit etwas beschäftigen, mit dem du dich auskennst. Du kannst nur dann etwas überzeugend empfehlen, wenn du weißt, wovon du sprichst. Wenn du z.B. in der Lage bist, mehrere ähnliche Produkte miteinander zu vergleichen und dem potentiellen Kunden das für ihn optimale Produkt zu empfehlen. Gleichzeitig musst du wissen, was die Leute innerhalb der Nische für Probleme haben, wonach sie suchen und woran sie Spaß haben. Es gibt sogar Nischen, in denen Wörter verwendet werden, die außerhalb der Nische kaum jemand kennt. Dann musst du die Sprache der Leute sprechen und verstehen, wenn du ihnen etwas empfehlen oder verkaufen möchtest. Du musst deine Zielgruppe genau kennen. Das alles kannst du nur, wenn du selbst Teil der Nische bist.

Der andere Grund ist, dass du als Einzelkämpfer gar nicht in der Lage bist, einen großen vielfältigen Markt zu bedienen. Es gibt viel zu viele Marktteilnehmer und du kannst keine Zielgruppe mit deinem Angebot wirklich zielgerichtet ansprechen.

Für den Anfang sollte deine Nische also ein Gebiet sein, auf dem du dich auskennst. Denke einfach mal darüber nach, was dir selber Spaß macht, womit du dich oft und gern beschäftigst und wobei dich deine Freunde und Bekannten um Rat fragen. Dann hast du bereits eine Nische gefunden, die du weiter untersuchen kannst. Denn nun musst du herausfinden, ob in der Nische auch Geld zu verdienen ist.

Überlege dir einen Begriff (Schlagwort, Keyword), der eng mit deiner Nische zusammenhängt. Sagen wir mal, du magst Wassertouristik. Da wäre Schlauchboot ein passender Begriff. Man kann auch eine Suchphrase daraus machen. Letztendlich möchtes du, dass Kunden durch deinen Hinweis auf ein Produkt oder eine Dienstleistung etwas kaufen. Internetnutzer, die schon konkretes Interesse haben und bereits Geld ausgeben wollen, würden direkt "Schlauchboot kaufen" in die Suchmaschine eingeben. Das tust du auch und schaust dir dann die Suchergebnisse an.

Achte darauf, ob die Suchergebnisse Werbung enthalten. Bei Google stehen Werbelinks immer oben als erstes und eventuell nochmal ganz unten auf der Ergebnisseite. Es interessiert sowieso nur die erste Ergebnisseite. Findet sich hier Werbung, dann geben also größere Unternehmen Geld aus, damit ihr Link zu dem eingegebenen Suchwort angezeigt wird. Das heißt, in dieser Nische kann man offenbar Geld verdienen. In dieser Nische werden Produkte von Verbrauchern gesucht und gekauft. Das ist schon mal ermutigend. Sind gar keine Werbeanzeigen vorhanden, ist die Nische wahrscheinlich tot - oder wurde bisher einfach noch nicht entdeckt. 

Dann musst du die sogenannten organischen Suchergebnisse, also die nicht bezahlten Links, ansehen. Bei unserer Suchphrase "Schlauchboot kaufen" tauchen da bestimmt größere Online-Händler und Sportartikelketten auf. Aber was für dich interessant ist, sind sogenannte Nischenseiten. Das sind Internetseiten, auf denen Affiliate-Marketer Produkte bewerben. In unserem Beispiel bewerben sie natürlich diverse Schlauchboote. Dazu musst du die Seiten in den Suchergebnissen anklicken und anschauen, ob es Händler oder Affiliates sind. Findest du hier in den Top 10 der Suchergebnisse mehr als 2 Nischenseiten, dann lass lieber die Finger davon. Denn dann wird es sehr schwer, dass du deine (zukünftige) Seite auch in die Top 10 bekommst. Sind hier aber nur 1 bis 2 Nischenseiten, hast du immer noch gute Chancen.

Also gehen wir davon aus, die Schlauchboot-Nische ist gut. Jetzt folgt als nächster Schritt die weitere Keyword-Analyse. Dazu nutzen wir den Google Keyword-Planer. Einfach bei Google eingeben und du wirst fündig. Um das Tool nutzen zu können, musst du einen Google-Account haben. Den hast du automatisch, wenn du Gmail nutzt. Ansonsten musst du dich eben bei Google anmelden. Der Keyword-Planer ist eigentlich ein Tool, das für Leute gedacht ist, die auf Google Anzeigen schalten. Früher konnte jeder den Planer uneingeschränkt nutzen. Heute geht das nur, wenn du mindestens eine Anzeigenkampagne bei Google laufen hast. Nutzbar ist er für unsere Zwecke trotzdem.

Du rufst den Keyword-Planer auf und gibst in das Suchfeld die Keyword-Phrase "Schlauchboot kaufen" ein. Vorher stellst du ein, dass du nur Suchanfragen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben willst. Das Tool zeigt dann an, wieviele Suchanfragen zu der Phrase im Monat auf Google gestellt werden. Allerdings wird uns, die wir keine Werbekampagne laufen haben, nur ein Bereich angezeigt. Beispielsweise sagt Google, dass die Anzahl der Suchanfragen im Bereich 1.000 bis 10.000 liegt. Das würde uns aber schon reichen. Darunter ist es meist zu wenig, darüber zu viel. Das wäre dann schon eine Nische, in der zu großer Wettbewerb der Anbieter herrscht. Google zeigt außerdem an, wieviel Geld pro Klick ein Werbetreibender für eine auf dieses Keyword ausgerichtete Anzeige zahlen müsste. Dieser Wert sollte im Bereich zwischen etwa 50 Cent und etwas über 1 Euro liegen. Liegt der Wert darunter, werben wenige Firmen mit dem Keyword. Das heißt, die Nische bringt nicht viel Geld. Liegt der Wert darüber, ist wiederum zu viel Wettbewerb in der Nische.

Darüber hinaus listet Google noch eine ganze Reihe von Keywords auf, die im Zusammenhang mit der Nische stehen und von Usern gesucht werden. Hier musst du dir die besten nach der oben beschriebenen Methode aussuchen und ebenfalls für deine Seite vorsehen. Es kann durchaus sein, dass eines dieser Keywords sogar besser passt (mehr Besucher, weniger Wettbewerb), als dein bisheriges. Dann solltest du dieses als Hauptkeyword für deine Nischenseite vorsehen.

Wenn du bis hierher vorgedrungen bist, steht die Nische für deinen Einstieg ins Affiliate-Marketing fest. Vorausgesetzt, du findest Anbieter mit passenden Produkten, die du empfehlen kannst. Das schauen wir uns als nächstes an.

Schritt 3 - Finde deinen Produktanbieter

Du hast nun dein Hauptkeyword und "Nebenkeywords" für deine Nische festgelegt. Jetzt brauchst du Anbieter von passenden Produkten, die auch ein Partnerprogramm betreiben.
Durch das Partnerprogramm wird dir dein persönlicher Affiliate-Link zugeteilt, mit dem der Anbieter immer nachvollziehen kann, wenn ein Kunde auf deine Empfehlung hin kauft.

Wenn es um physische Produkte geht, ist auf jeden Fall Amazon der erste Gedanke. Amazon ist nicht nur das größte Online-Kaufhaus der Welt. Amazon betreibt auch das größte Partnerprogramm. Und Amazon genießt bei Kunden ein hohes Vertrauen. Von daher hast du schon mal Vorteile, wenn du mit Amazon zusammenarbeitest. Aber Amazon zahlt relativ wenig Provision und du musst eine Reihe von Regeln beachten. Ansonsten könnte dein Account ganz schnell gesperrt werden. Es ist daher nicht falsch, auch nach anderen Partnerprogrammen zu schauen.

Amazon betreibt sein Partnerprogramm selbst. Aber viele andere Anbieter legen das in die professionellen Hände von Affiliate-Netzwerken. Davon gibt es eine ganze Menge. Nun kannst du hergehen und alle diese Affiliate-Netzwerke abklappern, ob du dort noch andere Anbieter für deine Nische findest. Das ist recht mühsam. Mit unserer Partnerprogramm-Suchmaschine geht das schneller. Hier kannst du beispielsweise einfach "Schlauchboot kaufen" in die Suchbox eingeben. Anschließend durchsucht unsere Suchmaschine mehr als 6.000 Affiliate-Programme nach passenden Produkten bzw. Angeboten. Darüber hinaus wird dir in aller Regel auch gleich die Höhe der Provision angezeigt, die du für eine Conversion erhältst.

Wenn du mehrere mögliche Betreiber eines Partnerprogramms findest, hast du ein neues Problem. Du musst dich für eines oder einige wenige entscheiden. Das ist nicht so einfach. Die Höhe der möglichen Provision (in Prozent vom Netto-Verkaufspreis) ist nicht das alleinige Kriterium. Man müsste auch wissen, wie das Preisniveau im Vergleich zu anderen Anbietern aussieht und wie häufig die ins Auge gefassten Produkte verkauft werden. Das sind allerdings Angaben, die man eher selten bekommt. Da hilft eigentlich nur Testen. Zusätzlich kannst du versuchen, bei Bewertungsportalen im Internet Informationen zu dem von dir gewählten Produktanbieter zu finden. Bei vielen negativen Bewertungen werden die Umsätze dieses Anbieters auch nicht so berauschend sein. Es spricht nichts dagegen, nach einiger Zeit zu einem anderen Anbieter zu wechseln, wenn du mit den Umsätzen nicht zufrieden bist.

Eine wichtige Angabe, die man immer bekommt, ist die Cookie-Laufzeit. Ein Cookie ist eine kleine Textdatei, die auf dem Rechner eines Users gespeichert wird, wenn er eine Verkaufswebseite besucht. Kommt der User über deinen Empfehlungslink auf die Seite, wird das ebenfalls in dem Cookie gespeichert. Kauft der User bei seinem ersten Besuch nicht, aber bei einem späteren Besuch, wird dieser Kauf dir trotzdem zugerechnet, sofern der Cookie noch aktiv ist. Bei Amazon beträgt die normale Laufzeit des Cookies nur 24 Stunden. Bei anderen Anbietern ist sie oft erheblich länger. Im Zweifelsfall also lieber einen Anbieter mit einer längeren Cookie-Laufzeit wählen. 

Nach diesem Schritt solltest du den oder die passenden Produktanbieter (auch Merchants genannt) gefunden haben. Denn dann kommt jetzt der nächste Schritt auf deinem Weg ins Affiliate-Marketing.

Schritt 4 - Baue deine Empfehlungsmaschine

Affiliate-Marketing funktioniert auch ohne eigene Webseite. Allerdings ist das dann keine Maschine, sondern Handarbeit. Trotzdem kannst du damit schon einmal beginnen. Du sammelst erste Erfahrungen und kannst dich bereits über die eine oder andere Provision freuen. 

Wenn du einen Affiliate-Link oder auch weitere Werbemittel zur Verfügung hast, kannst du das zum Beispiel in einen Post auf Facebook oder auch in anderen sozialen Netzwerken einbinden. Auf Facebook ist das Posten auf deiner Timeline problemlos möglich. So sehen den Post auf jeden Fall deine (Facebook-)Freunde. Du kannst auch in passende Gruppen posten, sofern dort die Werbung erlaubt ist. Nicht alle Gruppen sind dafür offen. Auf jeden Fall solltest du es mit der Werbung in Gruppen nicht übertreiben, sonst wirst du unter Umständen schnell gesperrt. Solltest du bereits eine eigene Fanpage zu deinem Thema auf Facebook erstellt haben, ist dort natürlich auch das Posten möglich. Bitte achte immer darauf, dass du Affiliate-Links entsprechend der geltenden Gesetze als Werbung kennzeichnest.

Damit es für deine Besucher natürlicher wirkt, kannst du deinen Affiliate-Link kürzen und verstecken. Man nennt das auch "cloaken". Dazu gibt es eine Reihe von Online-Diensten, bei denen du das kostenlos tun kannst. Einer dieser Dienste ist zum Beispiel bit.ly. Mit dem Cloaken hast du noch den Vorteil, dass du auf der Cloaking-Plattform eine Statistik deines jeweiligen Links ansehen kannst. Du bekommst angezeigt, wann und wo (Facebook, Instagram usw.) dein Link angeklickt wurde. So kannst du herausfinden, wo das meiste Interesse an deinen Links besteht und welche Posts gut funktioniert haben.

Um dir eine richtige Affiliate-Maschine aufzubauen, brauchst du eine eigene Webseite. Früher musste man entweder einen Webdesigner beauftragen oder die Webseite selbst mit HTML, CSS, PHP und was es sonst noch so gibt erstellen. Das kannst du heute auch noch alles machen. Aber ein Webdesigner ist teuer und die wenigsten von ihnen verstehen, dass die Seite vor allem verkaufen muss. Alles selber programmieren kann Spaß machen, aber nur, wenn du dich damit auskennst. Zum Glück für die meisten von uns gibt es andere Möglichkeiten.

Sehr viele Online-Marketer nutzen das CMS (Content Management System) WordPress. Das System wird von einer freien Entwicklergemeinde ständig weiterentwickelt und ist kostenlos. Bekannt geworden ist es eigentlich als Blog-Software. Aber man kann auch alle möglichen anderen Seiten damit erstellen. Außerdem ist es durch viele PlugIns erweiterbar und mit einer Vielzahl von Themes kannst du das Aussehen deiner Seite an deine Wünsche anpassen.

Du kannst dir deine Seite kostenlos direkt auf den Servern von WordPress aufbauen. Dann hast du aber nur eingeschränkt selbst die Kontrolle. Viele installieren sich die Software auf ihrem eigenen Hostingpaket bei ihrem Internet-Provider. Das ist meist sehr einfach. Zumindest die größeren Provider bieten für WordPress im Dashboard deines Accounts eine automatische Installation an. Du brauchst nur den entsprechenden Button klicken und kannst dich dann zurücklehnen. Die Inhalte für deine Seite musst du allerdings nach wie vor selbst einpflegen.

Die Bedienung von WordPress ist zwar nicht kompliziert. Doch man muss trotzdem wissen, wie es geht. Wenn du noch absolut keine Ahnung davon hast, dann besorge dir am besten ein Online-Coaching zu WordPress. Da bekommst du auch Tricks und Kniffe erklärt, auf die man alleine nur schwer kommt. Außerdem kostet dich das Versuch-und-Irrtum-Prinzip beim Aufbau deiner Webseite nur unnötig Zeit und Nerven. Wenn du kein Geld für so eine Kurs ausgeben willst, bleibt dir noch YouTube als kostenlose Alternative. Allerdings musst du dir hier die benötigten Infos zusammensuchen. In einem Coaching bekommst du alles schön der Reihe nach erklärt.

Für deine Webseite brauchst du noch einen Domainnamen. Im besten Fall sollte der Domainname aus deinem Hauptkeyword bestehen oder es zumindest enthalten. Das wirkt sich positiv auf das Ranking bei Google aus, hat aber auch noch einen zweiten Hintergrund. Beschreibende Domainnamen (sogenannte Exact-Match-Domains) lassen sich auch gut merken. 

Auch die Bedeutung der Domainendung spielt eine Rolle. Daran hat sich auch durch die seit 2014 kontinuierlich neu eingeführten Endungen nichts geändert. Wenn deine Wunschdomain nicht mehr frei ist, bringt es wenig, statt .de auf eine der neuen Endungen wie .one oder .team auszuweichen. Hier in Deutschland sind immer noch .de, .com, .net und eventuell noch .eu und .info am gebräuchlichsten. Solche Domains merkt sich der User und gibt sie beim nächsten Besuch direkt ein, ohne erst die Suchmaschine zu bemühen. 

Domainnamen kannst du gleich bei deinem Hosting-Provider bestellen. In der Regel ist in dem Hosting-Paket schon der Preis von einer oder mehreren Domains inbegriffen. Das ist die einfachste Möglichkeit. Wenn du am Domainnamen ein paar Cent sparen willst, kannst du auch spezialisierte Domain-Provider wie United Domains, GoDaddy oder CheckDomain nutzen. Hier gibt es immer wieder Preisaktionen für bestimmte Domainendungen. Findest du bei neuen Domains nicht das, was du haben möchtest, bleibt noch der Versuch, einem Domainbesitzer seine Domain abzukaufen. Das läuft meist über große Handelsportale wie zum Beispiel Sedo.

Allerdings musst du wissen, dass eine Domain dir nicht gehört. Du darfst sie uneingeschränkt nutzen und zahlst dafür eine jährliche Gebühr. Die Gebühr bezahlst du an den Provider, bei dem du die Domain bestellt hast. Der Provider ist aber nur der Reseller für die Verwaltungsstelle (Fachbegriff "Registrar") der Domain. Für alle .de-Domains ist das die DENIC. Auf der Internetseite der DENIC kannst du testen, ob und an wen eine .de-Domain vergeben ist. Wenn du eine gebrauchte "Domain" erwirbst, kaufst du dem Inhaber eigentlich nur das Recht ab, die Domain zu nutzen. Und der Preis hat nichts mit der jährlichen Gebühr zu tun. Die bezahlst Du dann trotzdem auch noch.

Zurück zur Webseite. Das Hauptkeyword ist also Bestandteil der Domain. Darüber hinaus sollte es mehrmals in den Überschriften und Texten der Einstiegsseite auftauchen. Für die Nebenkeywords müssen dann jeweils eigene Unterseiten erstellt werden. So besteht die Chance, dass die Webseite nicht nur für das Hauptkeyword sondern auch für die anderen Keywords eine gute Position auf Google erreicht. Auf diese Nebenkeywords sind wir gekommen, weil Google uns gesagt hat, dass User auch mit diesen Suchbegriffen nach Information und Angeboten in unserer Nische suchen. Wir würden dann also nicht nur die User, die mit unserem Hauptkeyword suchen, auf unsere Seite ziehen, sondern auch noch die anderen, die unsere Nebenkeywords für die Suche nutzen. Mehr Besucher = mehr Geschäft.

Machen wir mal ein Beispiel. Das Hauptkeyword ist "Schlauchboot kaufen". Auf der Einstiegsseite schreibst du darüber, was man beachten sollte, wenn man ein Schlauchboot kaufen will. Auf weiteren Seiten kannst du, abhängig von den gefundenen Nebenkeywords, z.B. Schlauchboot mit Motor, Schlauchboot zum Angeln, Schlauchboot für Kinder und Schlauchboot Kajak behandeln. Auf diesen Unterseiten führst du dann jeweils etwa 3 Typen aus dieser Kategorie auf und bindest dort deine Affiliate-Links mit ein. Wenn du sattelfest in dem Thema bist, kannst du auch jeweils deinen persönlichen Favoriten küren.

Zu deiner Internetseite gehören dann noch ein rechtssicheres Impressum und eine Datenschutzerklärung. Das ist wichtig, weil du teuer abgemahnt werden könntest, wenn das nicht vorhanden ist. Auf der Internetseite eRecht24 gibt es einen Impressumsgenerator, der dir rechtssichere Texte für diese Seiten liefert. Und du kannst über ein entsprechendes Formular den Eintrag in deinen Email-Verteiler anbieten. Das macht aber nur Sinn, wenn du deinen Lesern auch wirklich regelmäßig Emails mit für sie interessantem Inhalt zusenden kannst. 

Damit ist die Seite im Prinzip fertig. Nun muss sie aber in den Top 10 der Suchergebnisse auf Google erscheinen. Dazu ist die suchmaschinengerechte Gestaltung der Texte wichtig. Du kannst die Texte nach deinen Vorgaben (vor allem die Keywords) von Suchmaschinenexperten schreiben lassen. Das kostet Geld. Wenn du sie selbst schreiben möchtest, dann organisiere dir ein WordPress-PlugIn, das dir sagt, ob dein Text gut ist bzw. was du verbessern musst. Es gibt einige solcher PlugIns, die zum Teil in der Basisversion kostenlos sind. Gib einfach SEO-PlugIn in der WordPress-Suche oder auch bei Google ein. 

Ein weiterer wichtiger Faktor für das Ranking deiner Seite in den Suchergebnissen auf Google sind Backlinks. Das sind Links, die von einer anderen Seite im Internet auf deine Homepage oder eine Unterseite verweisen. Das Thema Backlinks ist eine Wissenschaft für sich, mit der du dich im Lauf der Zeit näher beschäftigen musst. Hier nur in aller Kürze ein paar Hinweise. Google bewertet die Backlinks auf deine Seite um so höher, je höher die Reputation der Seite ist, von der die Links ausgehen. So hätte zum Beispiel ein Link von Wikipedia auf deine Seite ein wesentlich höheres Gewicht, als ein Link von einer völlig unbekannten Seite. Das ist nur ein Beispiel. Du wirst es sicher nicht schaffen, auf eine Nischenseite zum Thema Schlauchboote einen Backlink von Wikipedia zu bekommen. Aber du verstehst das Prinzip. Man kann Backlinks kaufen, aber davon ist abzuraten. Diese Links sind oft Schrott und schaden dir mehr, als sie nützen. Außerdem fällt es Google auf, wenn innerhalb kurzer Zeit plötzlich viele Backlinks auf deine Seite verweisen. Das wertet Google als Betrug und es kann sein, dass deine Seite gar nicht mehr in den Suchergebnissen angezeigt wird. Also lass am besten die Finger von gekauften Backlinks. Wenn du deine Seite fertig aufgebaut und für die Suchmaschinen optimiert hast, dann suche dir seriöse Informationen zum Thema Backlink-Aufbau.

Unterdessen solltest du deine neue Nischenseite anderweitig bekannt machen. Dazu kannst du wiederum die sozialen Medien. Aber poste vorwiegend interessante Informationen, nicht nur stur Werbung zum Verkauf.

Wenn du dich überhaupt nicht mit WordPress anfreunden kannst, wären Homepege-Baukästen noch eine Alternative. Jeder größere Hosting-Provider hat einen eigenen Homepage-Baukasten im Angebot, mit dem sich sehr schnell schöne Webseiten erstellen lassen. Du bist aber eben nicht völlig frei, sondern dir stehen nur die Möglichkeiten zur Verfügung, die der Baukasten bietet. Andere Templates (Design) oder andere Module (Funktionen) als der Baukasten aufweist, sind nicht möglich. 

Auf zum nächsten Schritt, dessen Umsetzung im besten Fall parallel mit der Seitenerstellung ablaufen sollte.

Schritt 5 - Betreibe von Anfang an Email-Marketing

Das klassische Affiliate-Marketing hat einen großen Nachteil. Das ist der fehlende Zugriff auf die Daten der Kunden und Interessenten. Zur Wiederholung - der Interessent klickt auf deinen Link und kommt auf die Seite des Anbieters der von dir beworbenen Produkte. Er hat deine Seite verlassen und bewegt sich nun auf der Produktseite. Kauft er nichts, führt auch sonst keine Interaktion durch und verlässt die Seite wieder, ist er weg. Weder du noch der Produktanbieter wissen, wer er war. Kauft der Interessent auf der Seite, bekommt der Seitenbetreiber im Rahmen der Kaufabwicklung die Kontaktdaten des Kunden. Er kann ihn später immer wieder kontaktieren und zu weiteren Käufen bewegen. Ein User, der schon einmal bei dem Anbieter etwas gekauft hat und zufrieden war, ist viel eher bereit, wieder etwas zu kaufen, als ein völlig neuer Interessent.

Diese Möglichkeit hast du als Affiliate nicht. Denn du hast die Kontaktdaten des Käufers nicht zur Verfügung. Wenn du erneut eine Provision verdienen willst, musst du praktisch wieder Kaltakquise machen und wieder Interessenten auf die Seite deines Partners schicken. Viel einfacher wäre es, wenn auch du die Leute erneut ansprechen könntest, mit denen du schon in Kontakt warst. Das schaffst du mit Email-Marketing.

Für das Email-Marketing benötigst du einen entsprechenden Provider, früher Autoresponder genannt. In Deutschland ist beispielsweise Klick-Tipp ein Provider dieser Art. Es gibt aber noch einige mehr. Der Provider betreibt ein Portal, auf dem du einen Account eröffnen musst. Das kostet in der Regel eine monatliche Gebühr. In deinem Account verwaltest du deine gesammelten Email-Adressen und evtl. weitere Daten (Name, Adresse, Telefon) deiner Kontakte. An diese Email-Adressen, oder auch nur an einen Teil davon, kannst du von Zeit zu Zeit eine Email verschicken. Diese Emails schreibst du online in deinem Account und legst mit wenigen Klicks fest, wer von deinen Kontakten die aktuelle Email erhalten soll. Der Versand der Emails wird vom Provider vorgenommen, läuft also nicht über deine eigene Email-Adresse. Dein Email-Provider, bei dem du dein Email-Postfach hast, würde dir ganz schön auf die Finger klopfen, wenn du versuchen würdest, eine große Anzahl Emails über dein Postfach zu versenden. 

Dein Email-Marketing-Provider gibt dir auch die Möglichkeit, ein Email-Eintragungsformular zu erstellen, das du einfach in deine Webseite integrieren kannst. Jeder Emailadress-Eintrag in das Formular landet ohne Umwege direkt in deiner Email-Liste. Und der Provider sorgt dafür, dass der Interessent automatisch eine Email mit einem Bestätigungslink bekommt, den er anklicken muss, um seinen Email-Eintrag zu bestätigen. Erst wenn das erledigt ist, kannst du die neue Adresse für Mailings verwenden. Das nennt sich Double-OptIn-Verfahren und ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben.

Nun ist die Frage, wie du einen Besucher deiner Webseite dazu bringst, sich in das Formular einzutragen. Du kannst mit wenigen Worten deinen Newsletter anpreisen, mit dem der User ständig aktuell über Neuigkeiten informiert wird. Aber bei der Flut an Werbe- und Spammails, die jeder von täglich in seinen Postfächern hat, gibt keiner mehr so einfach seine Email-Adresse raus. Deswegen wurde das Prinzip des kostenlosen Geschenks entwickelt. 

Dem Seitenbesucher wird etwas Kostenloses, ein sogenanntes Freebie, versprochen. In der Regel ist das ein digitales Produkt, also ein PDF, eine Audio- oder Videodatei oder ähnliches. Das kann man natürlich nur dann zuschicken, wenn man die Email-Adresse des Users hat. Wenn der User Interesse an dem Freebie hat, wird er sich in das Email-Formular eintragen. Geschenke haben wir ja alle gerne.

Ein Freebie sollte zwar interessant sein, aber keinen großen Umfang haben. Heute hat keiner viel Zeit und möchte seine Informationen schnell konsumieren können. Ein kostenloser Kurs aus mehreren Videos wäre also völlig überzogen. Auch ein vollwertiges E-Book mit hundert und mehr Seiten wäre zu viel des Guten. Abgesehen davon, dass sich so etwas kaum ein Besucher der Seite anfordert, würdest auch du viel zu viel Zeit für die Erstellung benötigen. Bei unserer Schlauchboot-Seite könnte das Freebie zum Beispiel eine Checkliste darüber sein, was man beim Kauf eines Schlauchbootes zu beachten hat.

Das Email-Formular platziert man am besten so weit wie möglich oben auf der Seite. Dann ist es sofort sichtbar, wenn sie Seite aufgerufen wird und der Besucher sieht es nicht erst beim Scrollen. Wenn er denn überhaupt scrollt.

Leider bietet eine vollwertige Internetseite sehr viel Ablenkung. Viel Text, bunte Bilder, die Links zu anderen Seiten. Der Besucher kann das Email-Formular leicht übersehen und damit auch das angebotene Freebie. Oder er beschäftigt sich gerade mit den Inhalten der Seite und hat daher anderes im Kopf. Deswegen hat es sich eingebürgert, für das Einsammeln von Email-Adressen eine ganz eigene Seitenkategorie zu verwenden. Das sind die Lead-, Landing- oder auch Squeezepages. 

Eine solche Seite hat keinerlei Navigation und ist ganz puristisch aufgebaut. Eine werbestarke Überschrift, eine Unterüberschrift zur Verstärkung der Aussage in der Überschrift, eine kurze Beschreibung des Freebies und ein großes Bild davon. Die Beschreibung darf keine Eigenschaften des Freebies auflisten, sondern muss dem Besucher klarmachen, was er von dem Freebie hat. In unserem Beispiel vielleicht keinen teuren Fehlkauf eines Schlauchbootes. Denn durch die Checkliste weiß er, worauf es ankommt. Ansonsten ist dann nur noch das Email-Formular auf der Seite und zwar so, dass der Besucher nicht hinscrollen muss. Unter das Formular gehört noch ein auffälliger Button mit der Aufforderung, sich hier für das Freebie einzutragen. Und das war es. Keine Ablenkung, der User kann nicht woanders hinklicken, außer natürlich, die Seite ganz zu schließen. Aber ansonsten hat er nur die Möglichkeit, seine Email-Adresse einzutragen.

Nach dem Eintrag erhält der User die Bestätigungsmail vom System. Wenn er den Bestätigungslink geklickt hat, könnte er dann schon automatisch von dir eine Email bekommen, in der du dich für sein Interesse bedankst und auf deine Nischenseite hinweist. Vielleicht stellst du ein besonders interessantes Produkt heraus. Später kannst du den User dann immer wieder anschreiben. Dabei gilt, immer zuerst mehrere Emails mit puren interessanten und nützlichen Informationen zu versenden. Dann mal ein Kaufangebot. Danach wieder Emails mit Informationen. Du wirst sehen, deine Email-Liste wächst und deine Einnahmen werden das auch tun.

Schritt 6 - Schicke Besucher in deine Maschine

Die Besuchergenerierung haben wir ja schon mehrfach gestreift. Du kannst sowohl deine Leadpage als auch die eigentliche Nischenseite immer wieder in den sozialen Netzwerken oder auch in passenden Foren durch Posts bewerben (aber bitte denke daran, nicht zu spammen!). Bei der Leadpage kannst du ganz klar dein Freebie anbieten. Wenn du direkt mit Link zu deiner Seite postest, dann nicht als plumpe Werbung sondern immer im Zusamenhang mit interessanten, nützlichen Informationen.

Du kannst auch YouTube nutzen. Wenn du, um bei unserem Beispiel zu bleiben, selbst Wassersportler bist, kannst du auf YouTube und auch auf Facebook Videos von deinen Schlauchbootfahrten einstellen. Du musst nicht mal ein eigenes Boot haben. Man kann sich ja an vielen Gewässern Boote ausleihen. Oder du filmst andere Bootfahrer, sofern sie einverstanden sind. Wenn du diverse Bootstypen über Ausleihe oder von Bekannten zur Verfügung hast, kannst du sie in deinen Videos ausführlich vorstellen. Da gehört dann natürlich immer der Link zu deiner Seite dazu.

Ein ganz besonderes Kapitel ist Bezahlwerbung, im Marketing-Jargon PPC (Pay-per-Click) genannt. Viele Profis arbeiten mit PPC, weil sich damit schneller Interessenten erreichen lassen, als mit der kostenlosen Werbung. Aber man kann schnell sehr viel Geld verbrennen, wenn man sich nicht auskennt. Als Anfänger solltest du dich damit noch nicht befassen. Kümmere dich zunächst um deine Seite(n) und das Email-Marketing. Wenn das zufriedenstellend läuft und du deine Verdienste höher schrauben willst, kannst du dich mit PPC befassen. Denn dann hast du die Grundlegenden Mechaniken im Affiliate-Marketing vermutlich verstanden. Aber suche dir einen guten Coach oder wenigstens einen guten Lehrgang zu dem Thema. Denn die oben schon einmal erwähnte Methode Versuch-und-Irrtum wird hier sehr teuer. Nur damit du es schon einmal gehört hast, Google und vor allem auch Facebook bieten ganz hervorragende Werkzeuge, um PPC richtig profitabel betreiben zu können.

Schritt 7 - Kontrolle und Optimierung

Deine Seite wird nicht vom Start weg das große Geld abwerfen. Die SEO-Maßnahmen brauchen Zeit, um zu greifen. Es wird Monate dauern, bis du deine Seite in den vorderen Suchergebnissen findest. Da mußt du Geduld haben und zum Beispiel immer mal wieder ein paar neue Backlinks platzieren oder die Texte auf der Seite weiter optimieren. 

Die Leadpage bietet sich geradezu an, immer mal wieder etwas zu verändern und zu kontrollieren, welche Auswirkungen das hat. Dabei darfst du immer nur 1 Element verändern. Wenn du mehrere Dinge gleichzeitig änderst, dann weißt du anschließend gar nicht, welche der Änderungen Auswirkungen hatten. Auf der Leadpage gibt es nur ein Kriterium, das ist die Eintragungsrate. Das bedeutet, es ist die Anzahl der Besucher, die sich in das Formular eintragen, in Bezug auf die Gesamtzahl der Besucher in einem bestimmten Zeitraum. Um diese Rate bestimmen zu können brauchst du zwei Angaben: die Anzahl der Eintragungen und die Anzahl der Besucher, jeweils im gleichen Zeitraum. Die Anzahl der Eintragungen sagt dir dein Email-Marketing-Provider. Die Anzahl der Besucher kennst du aber nicht so ohne weiteres. 

Die Anzahl der Besucher, woher sie kommen, welche Unterseiten sie besucht haben und wie lange sie geblieben sind, das sagen dir sogenannte Tracking-Tools. Das bekannteste heißt Google Analytics und ist kostenlos. Du musst deine Seite dort anmelden (Google-Account ist Voraussetzung) und bekommst einen Code-Schnipsel, den du auf deiner Webseite einbauen musst. Wenn alles funktioniert, kannst du in deinem Account bei Google Analytics alle die oben genannten Daten finden und noch einige mehr. Die Interpretation der Daten ist nicht immer so einfach. Trotzdem solltest du einfach mal damit anfangen und dir regelmäßig die Ergebnisse anschauen. Wenn du tiefer in die Thematik einsteigen willst, dann suche dir auch dazu entsprechende Fachleute oder Coachings. Im übrigen gibt es auch WordPress-PlugIns, die die Daten von Google Analytics so aufbereiten, dass man sie besser versteht und eventuell notwendige Optimierungsmaßnahmen ableiten kann.

Hast du deine erste Seite am Laufen, dann, und erst dann kannst du das nächste Projekt in Angriff nehmen. Wenn du versuchst, mehrere Seiten gleichzeitig hochzuziehen, dann wirst du erfahrungsgemäß mit keiner Erfolg haben. Also versuche lieber nicht, auf mehreren Hochzeiten zu tanzen!

Wir hoffen, dass du nun eine gute Vorstellung davon hast, wie du als Affiliate durchstarten kannst. Und wir hoffen, dass wir dir nicht die Lust genommen haben, weil es nach viel Arbeit klingt. Es ist Arbeit. Und du musst ernsthaft dranbleiben. Aber wenn du wirklich weißt, was du erreichen willst und wofür du diese Arbeit auf dich nimmst, dann wirst du es schaffen. Mit den ersten verdienten Euros steigt dann auch der Spaß und die Motivation wächst noch weiter. Wir wünschen dir maximalen Erfolg bei deinem Vorhaben.